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Bestatter*innen sind gruselig, hager und bleich. Sie sind soziale Einzelgänger, tragen immer schwarz und schlagen Profit aus dem Leid anderer – oder nicht?! Wir haben Bestatterin Anne aus Eppingen mit 5 Vorurteilen konfrontiert.

„Ich kann den Angehörigen so viel Gutes tun und ihnen eine Last mittragen.“

Anne, 29, Bestattungsfachkraft

Darum Bestatterin:

 „Vor allem auf Grund der Vielseitigkeit.“, sagt Anne. Die Kommunikation mit den Angehörigen, der kreative Ausgestaltung von Grabschmuck, der Traueranzeige und der Trauerfeier sowie der medizinische Bereich mit der Versorgung der Toten und das Ankleiden und Einsargen – das alles gehört zu Annes Job. „Mein Freundeskreis, der mit mir gewachsen ist, kannte ja schon früh meinen Berufswunsch. Für die ist das normal. Neue Freunde kennenlernen ist natürlich immer ganz spannend.“, sagt Anne. 

 Ihr verrücktester Vorfall: 

„Als wir eine Verstorbene aus einem Krankenhaus abholen wollten, die dann aber verschwunden war. Ein anderer Bestatter hatte sie uns vor der Nase weggeschnappt.“ Letztendlich war das Ganze ein Missverständnis, weil zwei Verstorbene den gleichen Nachnamen hatten. Das konnte aber alles aufgeklärt werden.

„Da ist mir aber nach 12 Jahren, das erste Mal das Herz kurz stehen geblieben."

Anne wird oft gefragt: „‘Warum können wir die Asche von Oma nicht daheim auf den Kaminsims stellen?‘ Das liegt daran, dass wir in Deutschland eine Bestattungspflicht haben.“

Darum liebt Anne ihren Job: 

 „Weil ich Menschen begleiten und im besten Falle gestärkt weitergeben kann. In deren neuen herausfordernden Lebensabschnitt. Wir lernen die Angehörigen in einer Ausnahmesituation kennen. Da kommen Gefühle zum Vorschein, die andere so nicht kennen oder kennen dürfen. Das ist eine sehr bereichernde Situation. Durch die Arbeit entwickelt man sehr viel Verständnis. Ich versuche Vorurteile gegenüber anderen abzulegen, und meinem Gegenüber Zeit zu gewähren, weil ich nie weiß, wer mir da gegenübersteht. Vielleicht ist derjenige gerade in Trauer oder wurde verlassen.“

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