Starkes Team – Sun und Limit sind Junior-Agility-Weltmeister

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Katharina Feißt
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Helen Riedel
Bild von Helen, Multimedia-Redakteurin SWR heimat

„Limit ist alles für mich. Weil er mit mir durch dick und dünn geht und immer an meiner Seite ist.“

Die neunjährige Sun und ihr gleichaltriger Hund „No Limit“, liebevoll abgekürzt Limit oder Limi, sind zusammen aufgewachsen. Die beiden Freunde verbindet die Leidenschaft für den Hundesport Agility. Sun ist in einer Hundesport-Familie aufgewachsen. Von klein auf hat sie beim Hundetraining zugeschaut und wollte mitmachen. Mit fünf Jahren fängt sie dann selbst mit dem Sport an und ist bei ersten kleineren Turnieren dabei. „Beim ersten Mal hat es nicht geklappt. Ich war dann disqualifiziert, aber wir haben einfach weitergemacht und das hat trotzdem Spaß gemacht.“

Agility ist der Mittelpunkt der ganzen Familie. Die Zenners sind dafür extra aufs Land gezogen und haben jetzt einen eigenen Trainingsplatz. Dort trainieren Sun und Limit einmal die Woche. Die Belohnung im Training ist das Spielzeug. Sun erklärt: „Wenn Limit was gut gemacht hat, bekommt er das Spieli. Leckerlies gibt man, wenn man was mit dem Hund übt.“ Vom gemeinsamen Training profitiert auch Sun, sagt ihre Mutter Claudia: „Sie wurde deutlich selbstbewusster und traut sich jetzt mehr zu.“

Limit ist ein Australian Working Kelpie. Diese Hütehunde arbeiten gerne mit Menschen zusammen und brauchen eine Aufgabe. Agility ist also genau das Richtige für die Rasse. Im Juli haben Sun und Limit bei der Agility-Weltmeisterschaft in Finnland sogar den ersten Platz bei den Junioren gemacht. Limit ist allerdings schon fast am Ende seiner Sportlerkarriere angekommen: Mit zehn Jahren gehen größere Hunde normalerweise in Rente. Sun ist überzeugt, dass Limit den Sport vermissen wird: „Er wird das doof finden, weil das Leben dann für ihn eigentlich nur noch aus Schlafen besteht.“ Für Sun ist klar, dass sie mit Agility weitermachen möchte. Mit ihrem Border-Collie-Welpen Frosty steht schon Limits Nachfolger in den Startlöchern.

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