Im Zirkus hat Gerd Koch Tiere trainiert, jetzt besitzt er eine Hundepension

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AUTOR/IN
Sabine Keller
Julius Bauer
Julius Bauer Vorstellung (Foto: SWR)

„Was ich mir in den Kopf setze, setze ich durch. Egal was.“ Mit dieser Devise hat es Gerd Koch zum Zirkus geschafft. Mit 15 will er zum Zirkus, er ist bisher kein Mitglied und kommt nur ganz schwer rein – zunächst als Stallbursche.

Um die Tierdressur zu lernen, stand er um fünf Uhr morgens auf und erledigte die Stallarbeit, um dann Zeit zu haben, dem Tiertraining zuzuschauen. Er war hartnäckig und das beeindruckte die Zirkusdirektorin. Sie gab ihm eine Chance.

Als Newbie beim Zirkus Karriere machen – fast unmöglich

„Viele, die von außen kommen, halten das harte Leben im Zirkus nicht durch“, sagt seine Frau Marietta, die aus einer Zirkusfamilie stammt. Lange Tage, besonders beim Auf- und Abbau, kein Urlaub, keine Wochenenden - viele haben schon die Segel gestrichen. 

Das ist der Grund, warum man es Leuten, die nicht im Zirkus aufgewachsen sind, schwer macht. Gerd Koch war nicht nur hartnäckig, sondern auch erfolgreich. Gemeinsam mit Marietta ist er 40 Jahre lang mit seinen Tier Dressurshows in vielen großen Zirkussen quer durch Europa aufgetreten.

Hundepension statt Zirkus

„Von der Maus bis zum Elefanten habe ich so ziemlich alles trainiert“, sagt der gebürtige Rüsselsheimer stolz. Nach der schwierigen Pferdedressur am Anfang seiner Karriere fühlte er sich gewappnet, die unterschiedlichsten Tiere zu dressieren. Und tatsächlich, er hatte sogar einmal Mäuse im Programm.

Im Moment tritt er mit einer „Pudel-Papageien Show“ auf: Hunde und Papageien gemeinsam in der Manege. „Es ist etwas ganz Besonderes und einmalig.“ Er und Marietta treten damit im Weihnachtszirkus auf.  Den Rest des Jahres verbringen sie mittlerweile im Hunsrück auf dem Bauscheiderhof. Dort haben sie eine Hundepension eröffnet, um etwas ruhiger zu leben und auch hier ein sicheres Einkommen zu haben.

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