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Hannes hieß früher Hans und wurde unter anderem für diesen Namen seit der 5. Klasse gemobbt. Bis heute leidet er wegen dieser Zeit unter Panikattacken. Er möchte seine Geschichte nutzen, um über Mobbing und seine Folgen aufzuklären.

„Ich kann jedem in einer ähnlichen Situation nur raten: Sucht euch einen Therapeuten und redet darüber. Dafür muss man sich nicht schämen. Im Gegenteil: Es ist mutig!“

Hannes, 25, aus der Nähe von Freiburg

„Ab der 5. Klasse hat sich mein Spitzname ‘Hansi’ schnell rumgesprochen. Ältere, die ich nicht kannte, haben gesagt: ‚Guck mal, das ist der Hansi, den werfen wir ins Wasser.‘ Oder sie haben mich einfach umgeschubst. Für die war das mega lustig, aber ich war unglaublich schüchtern, hatte Angst, kaum Freunde. Das hat man mir angesehen.“ Das Mobbing dauert 10 Jahre. Hannes hat sich nicht getraut, darüber zu reden.

„Das wussten nur meine Eltern. Und die auch nicht alles. Ein Fehler, denn man frisst alles in sich hinein. Das nimmt kein gutes Ende.“

Einmal sucht Hannes Hilfe bei seinem Klassenlehrer: „Ich habe mich getraut, zu ihm zu gehen, hatte Tränen in den Augen und als Rückmeldung kam: ‚Das bildest du dir alles nur ein.‘ Das war wie ein Schlag ins Gesicht. Da fehlen mir bis heute die Worte.“

Panikattacken und Atemnot

Die Folgen vom Mobbing tauchen häufig erst Jahre später auf. Bei Hannes zeigen sie sich beispielsweise beim Einkaufen. Er bekommt Panikattacken, Atemnot. Hat er mittlerweile mit seiner Vergangenheit abgeschlossen? „Der Pfad, vom Opfer zum Täter zu werden, ist sehr schmal. Aber Rache ist keine Lösung. Im Gegenteil, es macht alles nur noch schlimmer.”

“Heute würden die Mobber wahrscheinlich sagen, dass das alles nur Spaß war. Aber ich hoffe, dass sie mal darüber nachdenken, was sie mir oder anderen angetan haben. Aber irgendwann muss man damit abschließen. Ich schaue jetzt nach vorne. Und das viel selbstbewusster.“

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