Harald repariert mit seinem Team wichtige Maschinen und Motoren im Ahrtal

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„Ich habe Fernsehen geguckt, ich habe von der Katastrophe erfahren, wir haben zwei Wochen Luft gehabt und in der dritten Woche habe ich gesagt: Das geht nicht, ich muss dahin, fertig. Einfach, weil ich helfen will.“

Harald und vier Leute aus seinem Team haben alles stehen und liegen lassen und sind mit seinem 20 Meter langen Werkstatt-Truck ins Ahrtal gefahren. Was direkt klar war, sie werden dringend gebraucht: „Wir sind die einzigen auf einer Strecke von 40 km mit so einem Equipment.“ Zusammen mit 10 bis 15 freiwilligen Helfern repariert er alles, was einen Motor hat. Von Bohrmaschinen, über Pumpen hin zu Stromaggregaten oder Maschinen für den Weinbau und das nachhaltig: „Aus zwei Geräten wird eins gemacht. Dann ist das, was Schrott ist, auch nicht mehr so viel. Wir können alles nutzen.“ Umso weniger Elektronik verbaut ist, umso häufiger können Dinge repariert werden. Viele Maschinen sind innen nass und werden von Haralds Team in herkömmlichen Backöfen getrocknet.

Zwölf bis 14 Stunden arbeiten die Helfer am Tag. Einfach aufhören können sie nicht, denn die Geschichten berühren sie.

„Es sind die kleinen Dinge, die dir unter die Haut gehen und wo gestandene Männer in die Knie gehen.“

Deshalb sind sie nicht mit leeren Händen gekommen und haben neben dem Werkzeug auch einen kleinen Laster mit gespendeten Elektrogeräten im Wert von 60.000 Euro ins Ahrtal gebracht. „Es geht nicht um deine Hose, es geht nicht um deine Couch, es geht nicht um deinen Fernseher. Was willst du mit einer Couch, wenn du kein Haus hast? Das ist Unsinn. Wenn du das hier siehst, dann gehst du mit Demut da dran. Das ist eine ganz andere Geschichte.“

Harald will seinen Truck noch bis Weihnachten im Ahrtal stehen lassen. Dass seine Kunden dafür länger auf eine Maschinenreparatur warten müssen, nimmt er in Kauf. „Alle wollen nach Hause und keiner geht. Ich bin für mich einfach noch nicht fertig.“

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