Zeitgenossen

Stefan Schwarz: „Ich weiß wie man nicht verzweifelt.“

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AUTOR/IN
Markus Brock

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Eigentlich ist Stefan Schwarz einer der ganz wenigen wirklich komischen deutschen Autoren, was der Leipziger Schriftsteller zuletzt mit seinem witzigen wie zeitkritischen Roman „Da stimmt was nicht“ bewiesen hat.

Küssen verboten

In seinem neuen Buch „Bis ins Mark“ aber erzählt er von seiner Knochenmark-Krebserkrankung und der Therapie, vom Leben im Ausnahmezustand: „Wenn Du mich jetzt küsst bin morgen tot, habe ich zu meiner Frau gesagt.“

Er gibt Tipps für den Umgang mit Krebskranken: „Lassen Sie Ihre Geschichten zum Thema Krebs alle beiseite. Ein Krebskranker ist mit seinem eigenen Krebs ausgelastet.“

„Der Krebs hat mir das Linkssein ausgetrieben.“ 

Er erzählt aber auch von seiner Jugend als Sohn eines Stasi-Generals: „Ich komme aus kommunistischem Adel“. Aber Krebs hat ihm „das Linkssein ausgetrieben.“

Nach seiner Krankheit weiß er, „wie man nicht verzweifelt“ und rät angesichts der vielen Krisen: „Ich sehe die Welt als schönes Rätsel. Wenn man sich auf das Gute konzentriert, was man in seiner Reichweite tun kann, hilft man mehr, als wenn man sich vor etwas fürchtet, das man nicht beeinflussen kann.“

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Markus Brock