Tauben in der Stadt (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance / Russian Look | Konstantin Kokoshkin)

Tauben machen sich in Kirchturm breit

Ein Taubenhaus für Zweibrücken

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Zweibrücken hat ein betreutes Taubenhaus in Betrieb genommen. Damit soll die Situation der Tauben in der Stadt verbessert werden.

Wer kennt es nicht – man will sich in der Innenstadt auf eine Bank setzen und dann ist die voller Taubenkot. Also spart man sich die Pause oder sucht nach einer anderen Sitzgelegenheit. Auch unter Bäumen ist oft der ganze Asphalt voller Taubenexkremte. Das ärgert nicht nur die Bürger in Zweibrücken und Kaiserslautern, sondern auch die Stadtväter.

In diesen Regalkästen können die Tauben in Zweibrücken nisten. (Foto: Stadt ZW)
In diesen Regalkästen können die Tauben in Zweibrücken nisten. Stadt ZW Bild in Detailansicht öffnen
Auf diesen Bügeln können die Tauben in Zweibrücken sitzen. Stadt ZW Bild in Detailansicht öffnen

Taubenhaus in Zweibrücken soll Abhilfe schaffen

Daher hat sich in Zweibrücken im März dieses Jahres der Verein "Zweibrücker Stadttaubenhilfe“ gegründet. Außerdem hat die Protestantische Kirchengemeinde Zweibrücken im Turm der Alexanderkirche einen Raum zur Verfügung gestellt, der ab sofort als Taubenhaus dient. Mit Hilfe einer örtlichen Wohnbaugesellschaft ist der Raum so umgebaut worden, dass die Tauben sich dort wohlfühlen. Ziel der Zweibrücker Stadttaubenhilfe ist es unter anderem, die Tauben aus der Innenstadt herauszuholen. Im Taubenhaus gibt es nämlich Wasser und vor allem artgerechtes Futter für die Tiere, so dass die Verantwortlichen davon ausgehen, dass die Tauben dann nicht mehr weit vom Taubenhaus wegfliegen, um Futter zu suchen. So soll die Anzahl der Tiere in der Innenstadt reduziert werden.

Steckbrief Taube

Tauben haben eine lange Geschichte: Allein ihren Job als Brieftaube machen sie schon seit mehr als 2000 Jahren.

Ziel: Die Taubenpopulation in Zweibrücken soll reguliert werden

Trotzdem: In Zweibrücken gibt es viel zu viele Tauben, daher will die Stadttaubenhilfe die Population regulieren. Das soll vor allem dadurch geschehen, dass die Eier der Tauben, die im Taubenhaus brüten, durch Attrappen ausgetauscht werden. Auf diese Weise können sich die Tauben nicht mehr unkontrolliert vermehren. Darüber hinaus können die Tiere bei Bedarf auch tierärztlich versorgt werden, heißt es von der Stadt.

Zweibrücker Bürger müssen mithelfen

Damit die Tauben das Taubenhaus auch annehmen, sei es wichtig, dass die Bürger einige Hinweise beachten. Zum einen besteht ein Fütterungsverbot für Wildtiere – und damit auch für Tauben. Daran sollen sich die Bürger auf jeden Fall halten, so die Stadt. Und zum anderen sollten sie keine Nist- Brut- oder Schlafplätze für die Tauben zur Verfügung stellen.

Auch Kaiserslautern und Pirmasens versuchen, der Tauben Herr zu werden

Ganz ähnliche Probleme wie in Zweibrücken hat auch Kaiserslautern. Dort gibt es bereits zwei Taubentürme. Einen in der Nähe der Gartenschau und einen weiteren am Hauptbahnhof. Und auch hier dienen sie in erster Linie der Populationskontrolle: Alleine im Jahr 2020 hat die Taubenhilfe Kaiserslautern nach eigenen Angaben 2.000 Eier gegen Attrappen ausgetauscht. Allerdings sammeln sich viele Tauben rund um den Kaiserslauterer Stiftsplatz. Daher plant die Taubenhilfe einen Taubenwagen, der zunächst am Stiftsplatz aufgestellt werden könnte, um herauszufinden, ob der Standort der Richtige ist.

In Pirmasens nisten Tauben auch in alten Häusern

Am Exerzierplatz in Pirmasens gibt es schon seit längerem einen Taubenschlag, wo die Tiere artgerecht versorgt und ihre Eier gegen Imitate ausgetauscht werden. Allerdings haben nach Angaben der Stadt immer mehr Tauben in leerstehenden Häusern genistet. Das habe dazu geführt, dass die Zahl der Tiere wieder angestiegen sei. Und damit auch die Menge an Taubendreck in der Stadt.

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