Info-Date am Morgen: Wikileaks-Gründer Assange endgültig frei ++ Polizeigewerkschaften in BW: weiter Kritik an Verpflegung bei EM

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Arne Wiechern
Arne Wiechern steht im Gang eines SWR-Gebäudes.

Wikileaks-Gründer Julian Assange ist nach seiner Freilassung auf dem Weg nach Australien. Sein Flugzeug wird heute Abend in Canberra erwartet. Dies und weitere Themen des Morgens mit Arne Wiechern.

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Zuvor hatte ein US-Gericht auf der Marianen-Insel Saipan einen Deal mit der US-Regierung abgesegnet und Assange freigelassen. Teil der Vereinbarung war, dass Assange sich in einem Anklagepunkt schuldig bekennt: Der Verschwörung zur Beschaffung und Weitergabe von geheimen Militärdokumenten. Das hat Assange eingeräumt. Dafür wurde er von der Richterin zu 62 Monaten Haft verurteilt, für die jedoch seine Zeit in einem Hochsicherheitsgefängnis in London angerechnet wurde.

USA: Assange hat Informanten in Gefahr gebracht

In dem Fall ging es um US-Dokumente, die Assange 2010 auf Wikileaks veröffentlicht hatte. Die USA sagen, damit habe er Informanten in Gefahr gefragt. Nach sieben Jahren Flucht in die ecuadorianische Botschaft in London und sechs Jahren Gefängnis ist der 52-Jährige nun frei und auf dem Weg in seine Heimat Australien. Australischen Reportern zufolge will sich Assange nach seiner Ankunft erstmals öffentlich äußern.

Polizeigewerkschaften: Schlechte Versorgung der Polizei während EM

Zu wenig zu Essen und zu wenige Toiletten für Einsatzkräfte während der Fußball Europameisterschaft in Stuttgart. Nach Kritik - unter anderem von Polizisten - wurde jetzt nachgebessert. Das hat das Landesinnenministerium auf SWR-Anfrage bestätigt. Die Polizeigewerkschaft ist dennoch nicht zufrieden.

Zusätzliche Toiletten-Häuschen für Einsatzkräfte

Beim ersten Vorrundenspiel in Stuttgart sei klar geworden, dass die vorhandenen Toiletten nicht ausreichen. Deshalb sind laut Innenministerium auf dem Parkplatz am Cannstatter Wasen zwölf mobile Toiletten-Häuschen nachgeliefert worden - mit Sichtschutz und Ablagemöglichkeit für die Schutzausrüstung. Auch Verpflegung könne bei Bedarf nachbestellt werden.

DPolG: "unprofessionelle Planung"

Die Deutsche Polizeigewerkschaft hält trotz der Nachbesserungen an ihrer Kritik fest. Gewerkschaftschef Ralf Kusterer spricht gegenüber dem SWR von "unprofessioneller Planung": Dies sei bei so einem Einsatz "völlig inakzeptabel".

Baden-Württemberg

Nach Kritik der Gewerkschaften Fußball-EM: Nachbesserungen bei Versorgung der Polizei

Zu wenige Toiletten für die Polizei bei der EM und die Verpflegung "unzureichend" - so die Kritik der Gewerkschaften. Nun wurde nachgebessert, doch Unzufriedenheit besteht weiter.