Härtere Strafen für Femizid? "Ein Eifersuchts-Täter schaut kaum vorher ins Strafgesetzbuch"

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AUTOR/IN
Florian Rudolph

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Etwa jeden dritten Tag wird eine Frau in Deutschland von einem Mann getötet - nur weil sie eine Frau ist. Professor Dr. Jörg Kinzig untersucht am Institut für Kriminologie Uni Tübingen solche "Femizid" genannten Verbrechen. "Wir schauen in einem Forschungsprojekt in mehreren Bundesländern alle Tötungen von Frauen eines Jahrgangs an", sagte Kinzig im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Florian Rudolph. Dabei würden bestimmte Typen von Tötungen kategorisiert, mit dem Ziel, der Justiz einen Handlungsrahmen zu geben. Härtere Strafen - wie von der SPD gefordert - hält Kinzig nicht unbedingt für das richtige Vorgehen: "Ein Eifersuchtstäter wird kaum vorher ins Strafgesetzbuch schauen". Hören Sie im Interview auch, wie man bedrohten Frauen besser helfen könnte.

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Florian Rudolph