Biowein: Schon lange deutlich besser als sein Ruf

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Sebastian Felser
Sebastian Felser steht im Gang eines SWR-Gebäudes.

Biowein ist in der Regel teurer aber selten besser als konventionell angebauter Wein – diese Einschätzung hat sich bei vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern in den letzten Jahren festgesetzt.

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Für Ulrich Fischer, den Institutsleiter Weinbau und Oenologie am Weincampus Neustadt, ist das "ein verstaubter, alter Hut. Da hat sich sehr viel getan."

"Die Biowinzer haben enorm viel gelernt in den letzten 20 Jahren, wie sie mit dem beschränkten Portfolio im Pflanzenschutz (…) ganz hervorragende Weine hervorbringen können."

Aktuell schätzt Fischer den Anteil an Bioweinen in den Regalen auf etwa 30 Prozent. Es hänge auch von der Nachfrage ab, wie sich dieser Anteil in Zukunft entwickelt, inwieweit Kundinnen und Kunden "auch andere Aspekte als den Preis allein berücksichtigen".

Fischer sieht die Biowinzer inzwischen zum Teil weiter als konventionelle Weinbauern, weil sie "das System Weinberg, die Rebe, die Interaktion mit der Witterung und dem Boden besser verstehen" müssten.

Welche Rolle Bioweine inzwischen im internationalen Geschäft der Winzer spielen, erklärt Fischer im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Sebastian Felser.