Außenansicht des Amtsgerichts Neu-Ullm. Dort beginnt der Prozess gegen einen mutmaßlichen Betrüger.  (Foto: SWR, Volz)

Richter: "Leben ist auf Lug und Betrug aufgebaut"

Betrug und Hochstapelei: Haft für Neu-Ulmer Rathausmitarbeiter

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Ein 37-Jähriger Mann muss unter anderem wegen Betrugs für rund drei Jahre ins Gefängnis. Die Liste der Vergehen ist lang.

Ein ehemaliger Angestelllter der Stadt Neu-Ulm ist wegen Betrugs und anderer Delikte zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Wie mehrere Lokalzeitungen berichten, war der 37-Jährige unter anderem als Fahrer für die Stadt Neu-Ulm unterwegs - einen Führerschein hatte er allerdings nicht.

Mann fälschte Abschlusszeugnisse und Rechnungen

Zugang zu seinem Job als Sachbearbeiter in der Poststelle bei der Stadt hat er sich mit gefälschten Abschlusszeugnissen verschafft. Außerdem fälschte er Rechnungen und zweigte darüber Gelder auf sein Privatkonto ab. Der Schaden liegt bei rund 13.000 Euro.

Haftstrafe aus zwei Verfahren

Als der Betrug aufflog und der Mann sein Büro verließ, nahm er noch Fundstücke des Fundbüros mit, darunter Smartphones und Schmuck. Der Mann legte ein Geständnis ab. Das Amtsgericht Neu-Ulm verurteilte ihn zu zwei Jahren und neun Monaten Haft und weiteren sieben Monaten aus einem früheren Verfahren.

Eigentlich sollte der Prozess gegen den Angeklagten schon im Mai stattfinden, nur kam der Mann damals nicht zur Verhandlung. Danach wurde Haftbefehl gegen ihn erlassen. Seit Juni saß der Mann in Haft.

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SWR