Aureliana Sorrento (Foto: SWR, privat)

Aureliana Sorrento

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Um die Jahrtausendwende zog ich nach Berlin, in der Tasche einen Magister in Literaturwissenschaften und ein Diplom in Kulturjournalismus. Das Kulturleben der Hauptstadt zog mich an, selbstverständlich berichtete ich erst einmal darüber – für Berliner Tageszeitungen und das Kulturradio des rbb, für das damalige Deutschlandradio Berlin und den WDR.

Aber die Herkunft prägt; manchmal, wie der neapolitanische Schriftsteller Erri De Luca sagt, „schreibt“ sie einen. Bei einem Besuch in meiner Geburtsstadt Reggio Calabria erfuhr ich, dass die 'Ndrangheta, die kalabrische Mafia, wieder begonnen hatte, Bombenanschläge zu verüben. Die pax mafiosa, die nach einem langen Krieg zwischen verfeindeten Clans geschlossen worden war, war beendet.

Damals war der Name „'Ndrangheta“ in Deutschland nur dem BKA und einer Handvoll Staatsanwälten bekannt – obwohl sie längst die deutsche Wirtschaft infiltriert hatte und munter ihre Einnahmen aus dem Drogengeschäft wusch.

So kam meine erste Sendung über die 'Ndrangheta zustande. Es folgten viele andere über alle Mafia-Organisationen Italiens.

Ob es um solche Abgründe der italienischen Politik oder um das Leben des Franz von Assisi ging, um die Geschichte Triests oder Venedigs Bootskultur, mein Prinzip war immer: Hake nach, bohre tief und sag', was nicht auf der Hand liegt.

Sendungen von Aureliana Sorrento

Brexit Eine kurze Geschichte des britischen Parlaments

Regierung und Opposition sitzen sich auf Holzbänken gegenüber. Es gibt merkwürdige Spielregeln. Der Blick in die Geschichte erklärt, warum das britische Parlament so speziell ist.  mehr...

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100 Jahre Großstadt Berlin – Geschichte einer Metropole

Am 1. Oktober 1920 wurde Berlin per Gesetz zur Stadt in den heutigen Ausmaßen. Die Vereinigung war kompliziert. Sie prägt das Bild von der „Metropole ohne Zentrum“ bis heute.  mehr...

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Zeitgeschichte Italien und Libyen – Erbe der Kolonialzeit

Seit 2011 herrscht Bürgerkrieg in Libyen. Italien versucht zu vermitteln. Rom und Tripolis haben enge Beziehungen, die weit zurückreichen.  mehr...

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Integrationspolitik Italiens Migrantendorf Riace – Ende einer Utopie?

Das kalabrische Dorf Riace galt lange als Musterbeispiel der Integration von Flüchtlingen. Dann änderte sich das politische Klima in Italien.  mehr...

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Venedigs Geschichte war Jahrhunderte lang untrennbar mit Ruder- und Segelbooten verbunden. Der Wellenschlag, den Motorboote heute produzieren, droht, die Stadt zu zerstören.  mehr...

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1978 ermordeten die „Roten Brigaden“ den italienischen Politiker Aldo Moro. Der liberale Querdenker war auch NATO-Verbündeten, Israelis und sogar Sowjetbonzen ein Dorn im Auge.  mehr...

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Italien Kleinstadt gegen Weltmacht: Sizilien bekämpft das US-Militär

Ein neues Satellitenkommunikationssystem der U.S. Navy soll u. a. die Lenkung von Drohnen verbessern. Sizilianer protestieren gegen eine der Bodenstationen, weil deren Strahlung Krebs verursachen soll.  mehr...

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Porträt Gefügsamer Revolutionär: Franz von Assisi und die Kirche

Franziskus predigte sogar Pflanzen und Tieren - er sah in allen Kreaturen einen Ausdruck Gottes. Dem Vorwurf der Ketzerei entkam er nur, weil er sich der Kirche unterwarf.  mehr...

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Italien Die italienischen Partisanen: Hüter der Verfassung – bis heute

Die italienischen Partisanen kämpften für Demokratie und soziale Gerechtigkeit. Eine Hoffnung, die sich aus ihrer Sicht bis heute nicht erfüllte.  mehr...

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Italien Triest – Zwischen habsburgischer Vergangenheit und europäischer Zukunft

Die östlichste Stadt Italiens war bis 1918 Teil der österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie. Viele Triester blicken nostalgisch auf die Vergangenheit zurück und wollen sich von Italien lösen.  mehr...

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