SWR Tagesgespräch mit Staatsministerin Annette Widmann-Mauz "Qualität der Sprachkurse müsste besser werden"

Der Integrationsmotor laufe, sagt Staatsministerin Widmann-Mauz, (CDU), aber es gebe noch einiges zu tun. So müsse man "intensivst" daran arbeiten, Sprachkurse effektiver zu machen.

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Die Qualität der Sprachkurse für Geflüchtete in Deutschland müsse sich deutlich verbessern. Das meint die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Staatsministerin Annette Widmann-Mauz, (CDU). Daran müsse man "intensivst" arbeiten, sagte Widmann-Mauz im SWR Tagesgespräch. Außerdem sollten auch Menschen, die nur geduldet sind und sich noch im Asylverfahren befinden, Sprachkurse machen dürfen. 

Der Integrationsmotor in Deutschland laufe auf Hochtouren, so die Staatsministerin und Integrationsbeauftragte der Bundesregierung. Man habe schon viel erreicht. So sähen manche Handwerksbetriebe in jungen Geflüchteten die einzige Chance, noch Nachwuchs zu gewinnen. 

Es gebe aber auch noch einiges zu tun, räumte Widmann-Mauz ein. So müsse man bei Sprachangeboten noch stärker darauf achten, dass es nicht nur um ein Häkchen bei der Teilnahme gehe, sondern dass am Ende die Menschen befähigt würden, sich beruflich und gesellschaftlich zu integrieren. Dabei sei es wichtig, eine Gruppe zu erreichen, die derzeit noch sehr schwer erreichbar sei, nämlich Mütter mit kleinen Kindern. 

Zu der Tatsache, dass in Deutschland fast jeden zweiten Tag Geflüchtete oder Flüchtlingsunterkünfte angegriffen werden, sagte die Staatsministerin wörtlich: "Das ist ein Zustand, der uns nicht ruhen lassen darf." Gewalt sei unakzeptabel; hier brauche es konsequentes Handeln. Das müsse bereits in den Schulen thematisiert werden.

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