SWR2 Volkslieder "Innsbruck, ich muss dich lassen"

von Heinrich Isaac

Franz Vitzthum (Altus)
Gambenconsort "Les Escapades"
Ein Beitrag von Wibke Gerking

Dauer

Franz Vitzthum, Countertenor

„Diese Stimme ist eine Entdeckung!" meinte die Süddeutsche Zeitung schon 2001, dabei fing der ehemalige Regensburger Domspatz damals erst an, bei Kai Wessel zu studieren. Mittlerweile ist er ein international gefragter Solist (Händelfestspiele in Göttingen, u.v.a. internationale Festivals) und beliebter Kammermusikpartner (u.a. Stimmwerck).

Innsbruck, ich muss dich lassen

1. Innsbruck, ich muss dich lassen,
ich fahr dahin mein Straßen
in fremde Land dahin.
Mein Freud ist mir genommen,
die ich nit weiß bekommen,
wo ich im Elend bin.

2. Groß Leid muss ich jetzt tragen,
dass ich allein tu klagen
dem liebsten Buhlen mein.
Ach Lieb, nun lass mich Armen
im Herzen dein erbarmen,
dass ich muss dannen sein.

3. Mein Trost ob allen Weiben,
dein tu ich ewig bleiben,
stet, treu, der Ehren fromm.
Nun muss dich Gott bewahren,
in aller Tugend sparen,
bis dass ich wiederkomm.

Buhle: Geliebter
Elend: altdeutsch für "Ausland"

Melodie: Heinrich Isaac (1450-1517)
Text: Kaiser Maximilian I. zugeschrieben, gedruckt bei Georg Forster, "Frische Teutsche Liedlein" I, Nürnberg 1539

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