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Ihr Buch „Demokratie. Eine deutsche Affäre“ war eines der am meisten diskutierten Sachbücher des Jahres 2020. Darin verteidigt Hedwig Richter die Demokratie als gesellschaftliches Erfolgsmodell.

Demokratisches System in Deutschland ist stabil - auch in der Corona-Krise

Auch während der Corona-Pandemie erweise sich das demokratische System hierzulande als sehr stabil, meint Hedwig Richter. Die aktuelle Krise zeige darüber hinaus, wie viel die Menschen imstande wären, auf sich zu nehmen. Die Politik könne daraus lernen: „Die Probleme, die anstehen, wie eben die Klimakatastrophe oder die Migrationsströme, die können wir viel besser angehen, wenn wir nicht glauben, dass der Bevölkerung überhaupt nichts zumutbar ist“.

Die Historikerin musste auch viel Kritik einstecken

Für ihre Beschreibung demokratischer Reformen als Eliten-Projekt, für ihren Blick auf die besondere Bedeutung von Frauen und die Rolle von Gefühlen für gesellschaftlichen Wandel oder für ihren Anspruch, das deutsche Kaiserreich differenzierter zu betrachten, muss die Historikerin auch viel Kritik einstecken.

Ausgleich findet die preisgekrönte Autorin und Professorin für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität der Bundeswehr in München in der Lyrik: „Hölderlin ist für mich die Schönheit der Welt.“

Literatur Historikerin Hedwig Richter untersucht „Demokratie. Eine deutsche Affäre“

Es gibt in der deutschen Geschichtswissenschaft einen Trend: Sich die Kipppunkte der Vergangenheit hierzulande anzuschauen. Der neueste Versuch dazu kommt von der Münchner Historikerin Hedwig Richter. In „Demokratie. Eine deutsche Affäre vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart“ betrachtet sie die Herkunft des Staatswesens von heute. Ihre Hauptthese: Demokratie misst sich an der körperlichen Selbstbestimmung einer Gesellschaft — und die wuchs seit dem 18.Jahrhundert auch im Deutschen Reich stetig an.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Gespräch Emanzipation im Schatten der Pickelhaube: Historikerin Hedwig Richter zu 150 Jahre Deutsches Kaiserreich

Im Januar 2021 jährt sich die Gründung des Deutschen Kaiserreichs zum 150. Mal. Der Blick zurück auf eine dunkle Zeit, in der Männer mit Pickelhauben ihr Unwesen trieben, sei unvollständig, meint die Historikerin Hedwig Richter im SWR2 Gespräch. In dieser Zeit beginne ebenso eine neue Geschlechterordnung sowie die politische Teilhabe der einfachen Bevölkerung.  mehr...

SWR2 Journal am Morgen SWR2

Forum 150 Jahre deutsche Einheit - Was sollen wir feiern?

Das im Januar 1871 gegründete deutsche Kaiserreich war die Folge blutiger Kriege und steht heute für Demokratiefeindlichkeit und einen aggressiven Nationalismus, der zur Katastrophe des Ersten Weltkriegs führte  mehr...

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