IMAGO  Uwe Kraft (Foto: IMAGO, Oliver Baumann jubelt mit den Spielern der TSG Hoffenheim)

Nach Sieg beim BVB

Hoffenheim-Trainer Matarazzo lobt "Charakter" und "Mentalität" seiner Mannschaft

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Maximilian Springer

Die TSG Hoffenheim hat überraschend 3:2 (1:2) in Dortmund gewonnen. Nach dem Spiel lobte Trainer Pellegrino Matarazzo seine Mannschaft und sprach von einem "Momentum-Changer".

Die TSG 1899 Hoffenheim hat den Abwärtstrend vorerst gestoppt und in Dortmund einen überraschenden 3:2-Sieg gegen den BVB gefeiert. Während sich die Dortmunder nach dem Spiel Pfiffe von den eigenen Fans abholten, war der Jubel bei den Kraichgauern groß. TSG-Torhüter Oliver Baumann machte gegenüber der Sportschau seinen Stolz auf sein Team deutlich: "Wir gehen in Führung, liegen dann zurück und kommen wieder zurück. Das war brutal, aber wir haben nicht aufgegeben." Die TSG habe das Spiel mit Geschlossenheit und Teamgeist bestritten, erklärte der glückliche Baumann.

TSG-Trainer Pellegrino Matarazzo zeigte sich zwar erfreut über den Sieg, blieb am Sportschau-Mikrofon aber gewohnt ruhig: "Siege tun einfach gut. Ein Sieg auswärts in Dortmund tut besonders gut, besonders nachdem man so viele Spiele in Folge nicht gewonnen hat." Er sehe das Spiel auch als einen "Momentum-Changer" und als erneuten Beweis für "Charakter" und "Mentalität", den die Mannschaft erbracht hätte.

Frühe TSG-Führung nach Fehler von Emre Can

Das erste Tor der Hoffenheimer ließ nicht lange auf sich warten. Der formschwache Dortmunder Emre Can leistete sich einen kapitalen Fehlpass auf Nico Schlotterbeck, den Bebou mit einem strammen Schuss von der Rechtsaußenposition eiskalt zur 1:0-Führung für die TSG nutzte (2.).

Doch der frühe Rückstand wirkte auf die zuletzt eher behäbigen Dortmunder wie ein Weckruf. Schnell waren sie um Schadensminimierung bemüht. Der Druck des BVB auf das Tor der Gäste stieg kontinuierlich an. Mit einer Glanzparade nach einem Flachschuss von Malen (20.) konnte Torhüter Baumann den Ausgleich noch verhindern. Nur eine Minute später war jedoch auch er machtlos, als der Niederländer eine Kopfballverlängerung von Marco Reus im Anschluss an eine Ecke aus kurzer Distanz ins Netz beförderte. Dass es der Borussia gelang, mit einer Führung in die Pause zu gehen, hing nicht nur mit dem druckvollen Spiel, sondern auch mit der Effizienz bei Standards zusammen. Nach einem Freistoß von Reus war Innenverteidiger Nico Schlotterbeck per Kopf zur Stelle und traf zum 2:1 (25.).

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Zweite Halbzeit wird zur Beier-Show

Nach Wiederanpfiff ließ es der BVB zunächst etwas gemächlicher angehen - und leistete sich in der Abwehr erneut einen Schnitzer, als Ryerson den Hoffenheimer Maximilian Beier vor dem eigenen Strafraum bediente. Doch der Mittelfeldspieler ließ das Geschenk ungenutzt und schoss aus 16 Metern über das Tor. Gleichwohl schlüpfte Beier wenig später in Rolle des Hauptdarstellers. Einen Konter schloss er mit einem Schuss von der Strafraumgrenze ab, den Schlotterbeck unhaltbar für BVB-Keeper Alexander Meyer noch abfälschte (61.). Nur drei Minuten später verdarb Beier der Borussia endgültig die Laune und drückte das Zuspiel von Anton Stach zum 3:2 für Hoffenheim aus kurzer Distanz über die Linie.

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Dortmund-Trainer Terzic spricht von selbstverschuldeter Niederlage

BVB-Coach Edin Terzic ordnete die Niederlage als "komplett selbstverschuldet" ein. Die Gegentore seien sehr einfach gefallen, sagte Terzic der Sportschau. Das Spiel seines Teams habe viele unnötige Ballverluste und unsauber gespielte Bälle beinhaltet. "Wir haben Dinger gespielt, die man nicht spielen darf. Besonders wenn man weiß, dass der Gegner diese Stärke hat bei Kontern", sagte der BVB-Trainer.

Für die TSG geht es nun darum, den von Matarazzo angesprochenen "Momentum-Changer" zu bestätigen. Am Sonntag (3.3., 17:30 Uhr) bietet sich dafür die Gelegenheit. Dann kommt Werder Bremen in den Kraichgau. Borussia Dortmund spielt am Samstag (2.3.) um 15:30 Uhr gegen Union Berlin.

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