Tiny House im Futtersilo

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EIN FILM VON
Cécilia Marchat (Redaktion), Feline Gerhardt (Kamera), Tobias Neufeldt (Ton) und Andrea Grumbt (Schnitt). Produktion: EIKON Media GmbH, im Auftrag des SWR.

Im Ortsteil Wallbach, am Ende der Hauptstraße, direkt am Straßenrand, stehen die zwei umgebauten Silotürme von Familie Thomann. Die beiden alten Futtersilos sind nach den Umbauarbeiten zu einem echten Hingucker für Passanten und vorbeifahrende Autos geworden. Seit letztem Sommer und nach 1,5 Jahren Bauphase wohnt die 21-jährige Nina nun in den beiden Silos. Ihr Großvater Erich hatte sie 1958 gebaut, als er Lagerfläche für das Futter seiner Kühe benötigte. Früher türmten sich Gras und Mais in den runden Bauten, heute lebt die Enkeltochter mit ihrem Freund darin. Innen verfügt das Paar über eine Fläche von 20 Quadratmetern. Wird die Außenterrasse miteinberechnet, sind es 29 Quadratmeter – verteilt auf zwei Stockwerke und insgesamt vier Räume.

Aus einem alten Futtersilo wird ein selbstgebautes Tiny House

Im ersten Silo befindet sich eine vollfunktionsfähige Küche. Bei den runden Wänden sind maßangefertigte Möbel gefragt. Um Platz zu sparen, hat Ninas Vater Karl aufklappbare Stühle und einen aufklappbaren Tisch installiert. Die Silos haben lediglich ein Durchmesser von 2,30 Meter – da zählt jeder Millimeter.

Eine Schiebetür führt ins nächste Silo, wo sich das Badezimmer befindet. In diesem Silo hat Karl nach aufwendiger Bohrarbeit ein rundes Fenster eingebaut – das einzige Fenster im Silo. Highlight im Badezimmer ist aber der Münzboden in der Dusche. Hunderte Münzen aus aller Welt hat Nina wellenförmig aneinandergereiht. Alles in Handarbeit. Die Münzen stammen überwiegend aus der Sammlung von Opa Erich. Er hat jahrelang auf einer Deponie gearbeitet und weggeworfene Gegenstände, die noch etwas taugten mit nach Hause genommen und gelagert. So ist 1991 auch das Müllmuseum in Bad Säckingen entstanden. Ganz nach dem Motto: „Was andere wegwerfen, stellen wir ins Museum.“ Das Museum befindet sich heute noch auf dem Grundstück der Thomanns, nur wenige Meter von den Silos entfernt.

Der Umbau der Silos ist ein Familienprojekt

Oberhalb der beiden Silo-Türme haben Nina und ihr Papa Karl ein Holz-Häuschen gebaut. Eine Raumspartreppe führt nach oben in den größten Raum: Ess-, Wohn- und Schlafzimmer in einem. Hier hält sich Nina auch auf, um zu lernen und zu entspannen. Sie absolviert gerade eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement in einem Theater. Dort hilft sie auch beim Aufbau des Bühnenbilds mit. Handwerkliches Geschick und die Vorliebe für außergewöhnliche Konstruktionen werden bei Familie Thomann von Generation zu Generation weitergegeben.

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