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Fabian Janssen (Foto: SWR)

„Phantombilder sind ja schon lange als Fahndungshilfe bekannt. Aber das Faszinierende, oder der Mehrwert bei den Ermittlungen ist, dass sie etwas sichtbar machen, etwas visualisieren, was so nur in der Erinnerung eines Zeugen vorliegt.“ Uwe Kinn ist Phantombildzeichner beim Landeskriminalamt in Mainz. Sein Job: aus Zeugenaussagen das Aussehen und die Handlungsabläufe von Verbrechern und ihren Straftaten rekonstruieren.

„Man muss Ruhe ausstrahlen, man muss die Menschen auch ein Stück weit lesen können und auch angemessen auf die Menschen reagieren.“

Er muss tagtäglich mit Menschen sprechen, denen selbst etwas Schreckliches passiert ist oder es mit ansehen mussten. Das geht natürlich auch nicht spurlos an ihm selbst vorbei. „Es muss einem klar sein, dass man die Schattenseiten kennenlernt. Man muss eigentlich ganz früh Strategien entwickeln damit umzugehen.“ Umso wichtiger ist ihm daher, dass Straftaten aufgeklärt werden können. Deshalb entwickelt er die Forensik-Verfahren weiter. Sein Spezialgebiet: 3D-Animationen von Tatorten und Tatabläufen.

„Ich bin da Autodidakt, d. h. ich habe mir selbst eine Scriptsprache angeeignet. Ich habe mich in 3D-Lösungen erst einmal reingelesen, um die für mich Beste rauszupicken. Ich habe viel experimentiert, habe das aber auch immer gemacht mit dem Blick auf die Gerichtsverwertbarkeit.“

Dass er damit so viel Erfolg hat und alles mit seiner persönlichen Leidenschaft zum Zeichnen losging, ist für ihn nach wie vor fantastisch. „Das wird mich auch immer ein Stück weit zufrieden machen, dass ich ein Talent in den Polizeiberuf mitbringen konnte, was man so gar nicht mit dem Polizeiberuf verbindet, was aber dann doch innerhalb des Berufsbildes einen festen Platz einnehmen konnte. Das wird für mich immer etwas Besonderes sein und nie selbstverständlich.“

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Überlebenskampf: Sturz aus 50 Metern überlebt

Eine Bergwanderung in Neuseeland wird für Johannes aus Stuttgart fast zum Todesurteil. Er stürzte 50 Meter in eine Schlucht und musste sich daraufhin über 20 Stunden schwerverletzt durch die Wildnis kämpfen. Er überlebt, leidet aber noch heute unter den Folgen seiner Verletzungen.
„Direkt nach dem Aufprall auf dem Felsboden habe ich gesehen, wie mein Handy leuchtend neben mir in einem Busch gelandet ist. Im Gegensatz zu mir, hat es keinen Kratzer abbekommen. Aber es hatte leider keinen Empfang.“ (Johannes, 36, aus Stuttgart)
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Eigentlich sollte es nur ein kurzer Ausflug werden. Nur mit einem Wasserbeutel, Sonnencreme, einem Handy und in kurzer Hose mit T-Shirt bekleidet, geht Johannes auf Bergwanderung. Doch als er auf dem Rückweg im Nebel plötzlich ins Leere tritt und rund 50 Meter in die Tiefe stürzt, ist für ihn klar: Das überlebe ich nicht.
Fall ins Bodenlose
„Es hat sich einfach viel zu lange angefühlt. Denn ich kenne das Gefühl des freien Falls – ich bin schon Bungee und Fallschirm gesprungen. Zum Glück haben wohl ein paar Äste meinen Fall gebremst. Noch Monate nach dem Unfall habe ich beim Zähneputzen Baumreste aus meinem Zahnfleisch gezogen.“ Wie durch ein Wunder überlebt Johannes den Sturz. Doch sein rechtes Sprunggelenk bekommt die komplette Wucht des Aufpralls ab.
Letzte Hoffnung: künstliches Sprunggelenk
Im Krankenhaus in Neuseeland wird er zwar gut versorgt, doch der Schaden am Knochen ist nicht wiederherstellbar. Johannes hat bis heute ununterbrochen Schmerzen. Ein künstliches Sprunggelenk aus der Schweiz ist seine letzte Hoffnung wieder in ein normales Leben zurückzukehren. Um die kostspielige Operation zu ermöglichen, hat seine Schwester ein Spendenkonto auf einer Crowdfunding-Seite eingerichtet. „Bereits am 20. Januar wird meine langersehnte Operation stattfinden. Um die OP nicht aufs Spiel zu setzen, bin ich bereits seit einigen Tagen vorsorglich in Quarantäne.“  mehr...

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