Trinkwasser für alle – Justin organisiert Wasser für Wohnungslose

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Monja Eigenschenk
Justin Weisung steht vor einem Haus (Foto: SWR)
„Wir stellen Wasser für Wohnungslose zur Verfügung. Das Flaschenpfand geben wir mit und damit auch ein bisschen Selbstbestimmung.“
Justin hat die Spendenaktion „Wasser für wohnsitzlose Mainzer“ gestartet, weil es für sie schwer es ist, an sauberes Trinkwasser zu kommen.
Von dem Spendengeld werden Pfandflaschen gekauft und an Wohnsitzlose verteilt.
„Ich hoffe, dass das Projekt dazu beitragen kann, so ein bisschen Verständnis für Wohnungslose zu bekommen.“
„Grundsätzlich kann jeder was tun. Und sei es zu fragen: Kann ich Ihnen helfen?“

„Ich hoffe, dass das Projekt dazu beitragen kann, ein bisschen Verständnis für Wohnungslose zu bekommen.“ (Justin sammelt Trinkwasserspenden für Wohnungslose)

Bei der Sommerhitze ist Trinken wichtig, aber nicht alle Menschen haben jederzeit Zugang zu sauberem Trinkwasser. Für Wohnungslose ist das ein großes Problem, weiß Justin aus Mainz. „Ich arbeite hauptamtlich im Rettungsdienst, als Notfallsanitäter bei den Maltesern und hatte 2020 einen Einsatz mit einem Wohnungslosen. Der hat mir erzählt, dass es für ihn ziemlich schwierig ist, an sauberes Trinkwasser zu kommen im Sommer. Das hat mich nachhaltig beschäftigt, dass ich mir dachte: Das kann nicht sein. Da muss sich was ändern.“

Justin hat dann auch direkt etwas getan und auf Facebook die Aktion ‚Wasser für Wohnungslose Mainzer‘ gestartet. Seit zwei Jahren sammelt er Spenden, um für Menschen ohne Obdach Wasser zu kaufen. Palettenweise bringt Justin Pfandflaschen zu verschiedenen Tagesaufenthalten für Wohnungslose Menschen. Dort wird das Wasser verteilt. „So können wir sommerlichen, heißen Alltag ein bisschen angenehmer gestalten“, hofft Justin.

Anfangs hat Justin nur im Freundeskreis Spenden gesammelt. Durch die sozialen Medien sind aber immer mehr Menschen auf die Wasser-Aktion aufmerksam geworden und machen mit. Mittlerweile läuft das Projekt über die Malteser in Mainz und hat eine große Reichweite bekommen. Justin hofft, dass auch andere Städte mitmachen und ihre Wohnsitzlosen mit Wasser versorgen. „Also vom Grundsatz her wünsche ich mir, dass das Problem einfach ein bisschen mehr in der Gesellschaft ankommt. Mir war es vorher auch nicht so bewusst. Aber ich hoffe, dass das Projekt dazu beitragen kann, so ein bisschen Verständnis für die Situation von Wohnungslosen zu bekommen. Und grundsätzlich kann jeder etwas tun. Entweder spenden, oder wenn irgendjemand Hilfe braucht, kann man die ihm auch geben. Und sei es nur den Rettungsdienst zu alarmieren. Oder zu fragen: Kann ich Ihnen helfen.“

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