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Rieke Spang (Foto: SWR)
Fabian Janssen (Foto: SWR)

„Es liegt mir mehr, für die Menschen etwas zu tun, die vom System total vernachlässigt werden“, antwortet Gerhard Trabert auf die Frage, warum er nicht als Hausarzt in einer ganz normalen Praxis arbeitet. Seit mehr als 20 Jahren ist er als Street-Doc mit dem Arztmobil in Mainz unterwegs und versorgt mit seinem Verein „Armut und Gesundheit in Deutschland e.V.“ Menschen, die auf der Straße leben.

Er war der erste Arzt in Deutschland, der dafür eine Zulassung bekam. „Das war standesrechtlich nicht ganz einfach. Am Anfang hieß es, ich darf meinen Beruf nicht umherziehend ausüben. Aber dann hat man mir eine Ermächtigung erteilt, wohnungslose Menschen auch aufsuchend zu behandeln.“ Es sei wichtig, zu den Leuten zu fahren und vor Ort Hilfe anzubieten, da das reguläre Gesundheitssystem für viele arme und wohnungslose Menschen zu ‘hochschwellig‘ sei.

„Es gibt da einfach eine Schwachstelle in unserem Versorgungssystem und ich versuche damit, diese Lücke ein bisschen zu schließen.“

Für seine Arbeit wurde Gerhard Trabert schon mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Bundesverdienstkreuz. Dabei bleibt er selbst eher bescheiden. „Ich sehe das ja nicht als so etwas Besonderes an, es ist einfach notwendig. Und ich mache diese Arbeit auch gern. Es ist eine sehr intensive Form der Beziehung. Es ist nicht nur ein Geben, es ist auch ein Bekommen – von Authentizität, von Beziehung und Begegnung.“

Ebendiese authentische Form der würdevollen und respektvollen Begegnung sei es, was den Menschen mitunter am meisten helfe, sagt er. „Wir können Medikamente austeilen, aber das Wichtigste ist der zwischenmenschliche Kontakt, damit Menschen wieder an sich selbst glauben.“

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