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Michèle Kraft (Foto: SWR)
Frau in blauem Pullover, Jeans und Rucksack hebt Verpackungen von der Wiese auf (Foto: SWR)
„Ich habe das Gefühl, dass wir unsere Erde nicht wertschätzen. Dass man einfach Dinge, die man nicht mehr braucht, in die Umwelt wirft“.
Christine sammelt zweimal im Monat fremden Müll in ihrer Umgebung ein.
„Wenn man ein Stückchen aufgeräumt hat, freut man sich auch etwas getan zu haben“.
Mehrere Säcke kommen allein nach ein bis zwei Stunden zusammen.
„Wenn man Anerkennung von anderen kriegt und diese auch helfen ein Stück sauber zu machen, dann ist man schon zufrieden und glücklich“.

„Jeder sollte vor allem schon seinen Kindern beibringen, dass die Welt wirklich einzigartig ist, dass wir sie brauchen und dass Müll die Welt einfach kaputt macht.“

Als Christine Anfang des Jahres mit dem Fahrrad unterwegs ist, bemerkt sie, wie verschmutzt die Umgebung ihrer Heimat Schifferstadt ist. Viele Flaschen liegen am Rand der Bahnstrecke, genauso wie Plastikverpackungen und Papiermüll. „Ich habe gedacht, ich kann das so nicht liegen lassen. Über die Nacht habe ich mir Gedanken gemacht, bin dann allein hin gejoggt und habe innerhalb von zwei Stunden fünf volle Glassäcke gesammelt.“

Müll sammeln vor der eigenen Haustür

Christine wollte es nicht bei dieser einmaligen Aktion belassen und geht mindestens einmal im Monat mit ihrem Mann vor die Tür, um für die Allgemeinheit einen Grünstreifen in ihrer Umgebung zu reinigen.

Schülerinnen und Schüler für Umweltschutz sensibilisieren

„Entlang der Straßen sind so viel weggeworfene Dinge zu finden und das verschandelt nicht nur die Optik, den Blick, sondern man hat einfach auch das Gefühl, das wir unsere Erde nicht wertschätzen.“ Als Lehrerin versucht sie in Vertretungsstunden oft über Umweltschutz und Mülltrennung zu sprechen, um die Kinder für das Thema zu sensibilisieren. „Die Schüler sind bei uns oft gar nicht so informiert. Ihnen ist es gar nicht so bewusst, dass es wichtig ist, dass man die Umwelt schützt. Und ich glaube, dass ich da auch etwas weitergeben kann.“

Sich nach Müll bücken statt Fitness-Übungen

Christine hofft mit ihrer Aktion auch andere zu motivieren, sich hin und wieder zu bücken und ein paar Dinge aufzuheben. „Wenn ich zwei Stunden Müll sammle, habe ich ca. 6.000 Schritte gemacht und kann mir auch das Fitnessstudio sparen. Es ist an der frischen Luft, die Sonne scheint. Eigentlich ist es eine tolle sportliche Betätigung. Also statt einem Spaziergang, einfach mal Müll sammeln gehen.“

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