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Sein Name ist Lukas Pirat und er lebt im Wohnzimmer – das Kälbchen der Familie Alberts aus Enkenbach-Alsenborn. Sarah Alberts (33) ist sich sicher: „Ihn in die Wohnung zu holen war absolut lebensnotwendig. Draußen hätte er nicht überleben können.“

Auf dem Klostergut Hahnerhof in Enkenbach-Alsenborn hält die Familie 24 Kühe und Bullen. Die Kälbchen sind normalerweise bei den Mutterkühen im Stall. Doch das war für den kleinen Lukas Pirat nicht möglich. Seine Mutterkuh hatte sich nach einem Sturz nicht erholt. „Wir haben versucht, sie auf die Füße zu kriegen und haben gemerkt, dass es nicht mehr gehen wird, dass wir sie nicht mehr retten können.“

Wochen vor dem eigentlichen Geburtstermin entscheiden sich Sarah Alberts und ihr Mann, das Kalb per Kaiserschnitt zu holen. „Die Chance stand 50/50, ob es das überlebt oder nicht.“ Doch sie schaffen es. Lukas Pirat kommt sieben Wochen zu früh, ist nur 15 Kilo leicht (normalerweise wiegt ein Kalb bei der Geburt bis zu 35 Kilo), aber lebendig. Eine Erleichterung für Sarah Alberts. „Das war so ein großer toller Moment, da war ich sehr glücklich.“

Schnell ist klar: Im Stall ist es für das Frühgeborene zu kalt und außerdem müssen sie es ständig beobachten. Das Kälbchen bezieht also eine kleine Box im Wohnzimmer der Familie. Anfangs schläft Sarah Alberts sogar neben dem Kälbchen. „Von Kindern weiß ich, dass der Herzschlag von der Mutter stabilisierend wirkt und da er noch nicht fertig ist, um auf der Welt zu sein, wollte ich das ausprobieren.“

Inzwischen geht es dem kleinen Bullen besser. Sobald er fit genug ist, soll er zu den anderen Tieren in den Stall. Eines ist für die Familie klar: Auch als erwachsener Bulle soll Lukas Pirat bei ihnen auf dem Hof bleiben.

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