Schmidtburg (Foto: SWR, SWR -)

Spuren im Stein

Der Hunsrück

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Wussten Sie, dass der Hunsrück einst von einem Meer bedeckt war, in dem riesige, räuberische Panzerfische lebten? Und wie konnten aus feuerspeienden Lavaströmen Edelsteine wachsen?

Harter Grund

Im Erdzeitalter des Devon, vor über 400 Millionen Jahren, entstehen im Hunsrück Schiefer und Quarzit. Die beiden Gesteine sind charakteristisch für das Mittelgebirge. Quarzit ist wegen seiner Härte und Beständigkeit bis heute als Baumaterial gefragt. Blockhalden aus Quarzit gehören zu den landschaftlichen Besonderheiten im Hunsrück.

Funkelnde Schätze

Etwa 130 Mio Jahre später tobt in der Region heftiger Vulkanismus. In erkalteten Lavaströmen wachsen Achate, Amethyste und andere Edelsteine. Ein halbes Jahrtausend lang bringen sie Wohlstand für die Region.

Edelsteinhändler, Achatschleifer, Werkstoffforscher

Dass sie von ihren Bodenschätzen bis heute profitieren, verdanken die Hunsrücker ihrem Geschick - nicht nur im Umgang mit traditionellem Handwerk, sondern auch mit Hightech-Produkten.

Filmemacher und Edelsteinkünstler

Edelstein-Künstler "Crazy Manfred" formt aus den glitzernden Rohstoffen einzigartige, zuweilen auch bizarre Kunstwerke. Sogar die Königin von England zählt zu den Liebhabern seiner Kreationen. Regisseur Edgar Reitz hat seiner Heimat ein cineastisches Denkmal gesetzt. In seinen Filmen thematisiert er die Welle der Auswanderung aus dem Hunsrück nach Südamerika Ende des 19. Jahrhunderts.

Lena Ganschow und Sven Plöger gehen auf Entdeckungsreise, auf Spurensuche im Stein und stoßen dabei auf manche Überraschung.

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