Insekten

Bissige Kriebelmücken: Was tun, wenn es juckt?

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AUTOR/IN
Franziska Ehrenfeld

Die Kriebelmücken sind los – auch in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Das liegt zum Teil an der Hitze. Die Tiere sehen aus wie kleine Stubenfliegen, können aber richtig unangenehm werden.

Je nach Art sind Kriebelmücken nur zwei bis sechs Millimeter groß. Weil es gerade so heiß ist, entwickeln sich ihre Larven außergewöhnlich gut. Deshalb sind sie zur Zeit vermehrt unterwegs. Wirklich ungewöhnlich ist das aber nicht: Kriebelmücken gibt es zwar vor allem in den Tropen, aber sie sind auch bei uns heimisch.

Kriebelmücken-Larve (Foto: IMAGO, imago images / imagebroker)
Die Larven der Kriebelmücke mögen es heiß. imago images / imagebroker

Kriebelmücken ritzen die Haut auf

Das Besondere an den Kriebelmücken: Sie stechen gar nicht, aber sie beißen – und dann trinken sie das Blut aus der Wunde. Deshalb nennt man sie auch Poolsauger.

Die Wunde schwillt meist an. Das kann wie ein klassischer Stich aussehen. Es kann aber auch einen Bluterguss um die Wunde geben oder ein eitriges Bläschen. Das liegt an den Bakterien im Speichel der Kriebelmücke.

Wer mehrfach gebissen wurde, plagt sich vielleicht auch mit Kopfschmerzen, Schüttelfrost oder Übelkeit.

Frau fasst sich an die Schläfen, weil sie Kopfweh hat. (Foto: IMAGO, imago images / Westend61)
Der Biss der Kriebelmücke kann neben einer Schwellung an der Wunde zum Beispiel auch Kopfschmerzen auslösen. imago images / Westend61

Niemals kratzen!

Und natürlich juckt das Ganze. Aber: Auf keinen Fall kratzen! Denn dann können noch mehr Bakterien in die offene Wunde gelangen. Das führt im schlimmsten Fall zu einer Blutvergiftung.

Mann kratzt sich (Foto: IMAGO, imago images / Panthermedia)
Auch wenn es juckt: Nicht kratzen! Das macht es nur schlimmer. imago images / Panthermedia

Was hilft bei einem Biss?

Wer gebissen wurde, sollte im Prinzip das Gleiche tun wie bei einem Mückenstich auch: zuerst desinfizieren. Wer kein Desinfektionsmittel zur Hand hat, kann auch erstmal Speichel auf die Stelle geben. Der hat zumindest eine leichte antibakterielle Wirkung.

Und dann heißt es kühlen, damit der Juckreiz verfliegt. Das geht mit Kühlpads, einem feuchten Lappen, aber zum Beispiel auch mit Gelen. Einige beinhalten zusätzlich antiallergische Wirkstoffe.

Mann kühlt Schienbein (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance / dpa Themendienst)
Kühlen hilft. Zwischen Kühlpad und Haut sollte allerdings Stoff sein, damit es nicht zu einer Erfrierung kommt. picture alliance / dpa Themendienst

Außerdem gibt es Hitzestifte. Die verringern das Jucken, indem sie den Biss punktuell aufheizen. Das funktioniert übrigens auch mit einem Löffel, den man mit einem Feuerzeug erhitzt und dann auf die Stelle legt. Aber Vorsicht: Ist der Löffel zu heiß, kann es Verbrennungen geben.

Ansonsten kann auch ein Hausmittel helfen: Zwiebelsaft. Einfach eine Zwiebel aufschneiden und auflegen – das wirkt antibakteriell.

Wie kann man Kriebelmücken fernhalten?

Schon im Voraus vermeiden kann man Bisse mit langer Kleidung. Die schützt vor Kriebelmücken ganz besonders gut: Während Stiche durch enge Kleidung hindurch gehen können, schafft es die Kriebelmücke normalerweise nicht, durch zu Stoff zu beißen. Auf unbedeckte Stellen – und auch sonst – kann man Mückenschutzmittel aufsprühen.

Junge Frau sprüht sich mit Müchenschutzmittel ein. (Foto: IMAGO, imago images / Jochen Tack)
Anti-Mückensprays helfen auch gegen Kriebelmücken. imago images / Jochen Tack

Vorrichtungen wie Insektengitter oder Moskitonetze können zwar nicht schaden, aber die braucht man gegen die Kriebelmücken eigentlich nicht. In Wohnungen kommen die Tierchen nämlich in der Regel nicht rein.

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Franziska Ehrenfeld