"Die Toten Hosen" spielen in der Pankower Hoffnungskirche. (Foto: SWR)

April 2022 | Dokumentarfilm

Auswärtsspiel – Die Toten Hosen in Ost-Berlin

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Anfang der 1980er gaben "Die Toten Hosen" zusammen mit "Planlos" aus der DDR ein illegales Geheimkonzert in einer Kirche in Ost-Berlin. Nach 40 Jahren blicken die Punk-Bands zurück.

Anlässlich des 40. Bandjubiläums machen sich "Die Toten Hosen" für diesen Dokumentarfilm unter Federführung des SWR auf den Weg nach Berlin. Nach fast 40 Jahren treffen sie Zeitzeugen und Weggefährten – wie auf die Mitglieder von "Planlos", die bei der Vorbereitung ihres Geheimkonzerts in einer Ost-Berliner Kirche halfen und danach von der Stasi verfolgt und drangsaliert wurden. Höhepunkt des Films von Martin Groß ist ein exklusives Konzert der Toten Hosen in der Ost-Berliner Hoffnungskirche, das für die ehemaligen Ost-Punks eine Überraschung bereithält. Eine Produktion der Hauptabteilung Doku des SWR.

Punk im Westen und im Osten

Die Geschichte wird nun erstmals in einem Dokumentarfilm mit noch nie gezeigten Aufnahmen vollständig erzählt. Sie spiegelt deutsch-deutsche Zeitgeschichte und das Lebensgefühl der 80er-Jahre wider. Punk, im Westen ein rebellisches Jugendphänomen, ist in der DDR ein Feindbild. Punks sind allein durch ihr Aussehen schon im Visier von Mielkes Stasi – und das Konzert der westdeutschen Band ein Akt der Solidarität für die Unangepassten in der DDR.

Beginn des Aufstiegs der Punkband

Das Konzert in Ost-Berlin ist Beginn des Aufstiegs der ungezähmten Punkband aus Düsseldorf. Während die westdeutschen Punks am Ende des Jahrzehnts Hallen füllen und Charts erobern, versucht die DDR-Staatsmacht die rebellische Punkszene im Osten klein zu halten. Am Ende der 80er-Jahre kehren die mittlerweile berühmten Toten Hosen zu einem zweiten Geheimkonzert in den Osten zurück und schlagen der Stasi noch einmal ein Schnippchen, kurz bevor die DDR implodiert. Zeitzeug:innen, damalige Verantwortungsträger und die Band selbst werden in diesem Dokumentarfilm erstmals darüber sprechen, wie die Erfahrung in Ostberlin sie für immer verändern sollte.

Eine Produktion von ECO Media im Auftrag von SWR (Federführung), RBB und NDR.

Auswärtsspiel – Die Toten Hosen in Ost-Berlin

dreimal 30 Minuten und einmal 75 Minuten voraussichtlich am 13. April 2022, 22:50 Uhr in der ARD Mediathek und im Ersten

"Die Toten Hosen" stehen in einer Kirche gemeinsam vor dem Altar. Sie sind umgeben von Scheinwerfern, Mikrofonen und ihren Instrumenten. (Foto: SWR)
Anfang der 1980er gaben "Die Toten Hosen" zusammen mit "Planlos" aus der DDR ein illegales Geheimkonzert in einer Ost-Berliner Kirche. Nach fast 40 Jahren blicken die Punk-Bands zurück. v.li.: "Die Toten Hosen" mit Michael "Breiti" Breitkopf, Gitarrist, Stephen George "Vom" Ritchie, Schlagzeuger, Andreas "Campino" Frege, Sänger, Andreas "Kuddel" von Holst, Gitarrist, Andreas "Andi" Meurer, Bassist. © SWR/ECO Media TV/ Carolin Ubl Bild in Detailansicht öffnen
Anfang der 1980er gaben "Die Toten Hosen" zusammen mit "Planlos" aus der DDR illegale Geheimkonzerte in einer Kirche in Ostberlin. Nach fast 40 Jahren blicken die Punk-Bands zurück. "Die Toten Hosen" spielen in der Pankower Hoffnungskirche. © SWR/ECO Media TV/ Carolin Ubl Bild in Detailansicht öffnen
Anfang der 1980er gaben "Die Toten Hosen" zusammen mit "Planlos" aus der DDR illegale Geheimkonzerte in einer Ostberlin Kirche. Nach fast 40 Jahren blicken die Punk-Bands zurück. v.li.: Andreas von Holst, genannt Kuddel, Gitarrist und Songwriter der "Toten Hosen", Campino, Frontmann der "Toten Hosen", und Andi Meurer, Bassist und Songwriter der "Toten Hosen". © SWR/ECO Media TV/ Carolin Ubl Bild in Detailansicht öffnen
Anfang der 1980er gaben "Die Toten Hosen" zusammen mit "Planlos" aus der DDR illegale Geheimkonzerte in einer Ostberliner Kirche. Nach fast 40 Jahren blicken die Punk-Bands zurŸück. v.li.: Campino, Frontmann der "Toten Hosen", und Andreas von Holst, genannt Kuddel, Gitarrist und Songwriter der "Toten Hosen". © SWR/ECO Media TVCarolin Ubl Bild in Detailansicht öffnen
Anfang der 1980er gaben "Die Toten Hosen" zusammen mit "Planlos" aus der DDR illegale Geheimkonzerte in einer Kirche in Ostberlin. Nach fast 40 Jahren blicken die Punk-Bands zurück. v.li.:. Andreas von Holst, genannt Kuddel, Gitarrist und Songwriter, und George Ritchie, genannt Vom Ritchie, Schlagzeuger. © SWR/ECO Media TV/ Carolin Ubl Bild in Detailansicht öffnen
Die Toten Hosen vor ihrem grellbunten Tourbus. © SWR/JKP JKP Bild in Detailansicht öffnen

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