Philipp Jeremias (IT-Azubi im SWR)  (Foto: SWR, privat)

3. März 2021, Erfahrungsbericht

Informatik mal anders

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Hi! Ich bin Philipp und mache seit September 2018 eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration beim SWR.  In der Ausbildung beim SWR durchläuft man alle Aufgabenbereiche, die zum Berufsbild gehören und im SWR gefordert sind. Bei mir gehören Bereiche wie der IT-Service, Netzwerkplanung, Server-Administration, Soft- und Hardwarezertifizierung und die Telekommunikationstechnik dazu. Nach Ende der Ausbildung spezialisiert man sich dann meistens auf eines der Fachgebiete und arbeitet darin weiter.

Vor einigen Wochen hatte ich aber die Chance, einmal etwas zu machen, dass nicht direkt zum Berufsbild gehört: Bei der Produktion eines IT-Sicherheitsfilms für die gesamte Belegschaft helfen. Die Kolleg*innen des Referats IT-Sicherheit benötigten nämlich ein Lehrvideo, um alle Mitarbeiter*innen des SWR auf die modernen Sicherheitsprobleme bei der Arbeit mit Computern aufmerksam zu machen. Zum Beispiel benutzen inzwischen Hacker immer mehr Tricks wie absichtlich „verlorene“ USB-Sticks, in der Hoffnung, dass Mitarbeiter diese in ihre PCs stecken. Über Schadsoftware auf dem USB-Stick kann der Hacker sich dann Zugriff zum internen Netzwerk verschaffen. Das Lehrvideo sollte möglichst unterhaltsam auf diese Gefahr hinweisen und noch andere Tipps zur Informationssicherheit geben. Da man einen solchen IT-Sicherheitsfilm aber nicht alleine produzieren kann und ich als IT-Azubi auch kein Fachmann dafür war, wurde das Projekt gemeinsam mit Jan, einem Mediengestalter-Azubi, durchgeführt.

In der Ausbildung zum Mediengestalter lernt man alles, was für die praktische Umsetzung eines solchen Lehrfilms nötig ist, wie das Wissen über Kameras und deren Einstellungen, Beleuchtung und den Szenenaufbau.  

Nach langen Chatverläufen, viel Diskussion und ein paar Skripten hatten wir endlich ein Konzept für einen recht kompakten IT-Sicherheitsfilm, der trotzdem alle wichtigen Punkte abdeckt.

Der schwierigste Teil waren wohl die Dreharbeiten. Da es sich um ein Azubi-Projekt handelte, standen natürlich keine professionellen Schauspieler zur Verfügung. Also mussten wir selber ran. Ich übernahm die Rolle vom Max Mustermann, der alle möglichen Fehler macht und dann von einer Erzählerstimme, gesprochen von Jan, verbessert wird. Zum Schluss wurde das Material eines Drehtags zu einem 6-minütigen Film zusammengeschnitten, und fertig war der IT-Sicherheitsfilm. Wer Lust hat, kann sich den Film gerne hier anschauen:

Wie ihr sehen könnt, bietet der SWR nicht nur das, was unbedingt zum Ausbildungsberuf gehört. Es gibt auch Möglichkeiten, etwas außerhalb seines normalen Aufgabenfeldes mitzugestalten und bei spannenden Projekten dabei zu sein.

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