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Boomtown Belgrad – Party, Bauwut, Geldwäsche

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AUTOR/IN
Christoph Kersting

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Belgrad sei irgendetwas zwischen Party-Metropole und Gotham-City, so formuliert es ein serbischer Journalist. Die Besucher-Zahlen steigen in Serbiens Hauptstadt, es wird an allen Ecken gebaut, vor allen in der Belgrade Waterfront, dem größten Bauprojekt Südosteuropas.

Die meisten Einheimischen aber können sich eine Wohnung in der Stadt nicht mehr leisten, stattdessen investieren hier viele Russen und Araber – zumeist in Cash: Geldwäsche ist an der Tagesordnung.

Gleichzeitig wird die städtische Infrastruktur völlig vernachlässigt, es gibt z. B. bis heute kein echtes Abwassersystem: Belgrads Abwässer werden ungeklärt in die Flüsse Save und Donau geleitet.

Umweltverschmutzung Zum Donau-Tag: Starke Verschmutzung des Flusses bei Belgrad

Auch wenn die Donau heute nicht mehr so belastet ist wie noch vor 20 oder 30 Jahren – die Wasserqualität ist immer noch ein großes Thema, in Serbien etwa, einem der Donauanrainerstaaten. Dort werden Abwässer weitgehend ungeklärt in den Fluss geleitet.

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