Außenministerin Baerbock ist zu einem unangekündigten Besuch nach Damaskus gereist. Dies und weitere Themen des Mittags mit Moritz Braun.
Die deutsche Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen) ist knapp vier Wochen nach dem Sturz von Machthaber Baschar al-Assad in die syrische Hauptstadt Damaskus gereist. Die Reise sowie detaillierte Stationen ihres Besuchs waren aus Sicherheitsgründen vorher nicht angekündigt worden. Gemeinsam mit ihrem französischen Amtskollegen Jean-Noël Barrot hat sie nun im Auftrag der Europäischen Union Gespräche mit den neuen Machthabern im Land, den Islamisten der Miliz Hajat Tahrir al-Scham (HTS), aufgenommen. Außerdem hat sie das berüchtigte Saidnaja-Gefängnis in der Nähe von Damaskus besucht, wo viele Opfer des Assad-Regimes lange Jahre Haft und Folter erleiden mussten.
Ulms Frauenklinik nun "babyfreundlich"
Eigentlich sollte natürlich jede Klinik, in der regelmäßig Kinder zur Welt kommen, "babyfreundlich" sein. Das entsprechende Zertifikat haben in Deutschland allerdings nur rund 100 Krankenhäuser – nun auch die Frauenklinik in Ulm. Um dieses Zertifikat zu erhalten, müssen sie bestimmte Standards der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des UN-Kinderhilfswerks (UNICEF) einhalten - etwa Hebammen, die Stillberatung bieten, oder die Möglichkeit zum "Bonding".
Feature "Weinen hilft dir jetzt auch nicht!“ – Gewalt in der Geburtshilfe
Die junge Frau freut sich auf die Geburt. Alles läuft gut, bis ihr die Hebamme ohne Vorwarnung ein starkes Beruhigungsmittel spritzt. Gegen das, was folgt, kann sie sich nicht wehren. Von Marie von Kuck
Dabei wird Mutter und Kind unmittelbar nach einer Geburt ohne schwerere Komplikationen die Zeit und Möglichkeit gegeben, viel Hautkontakt zu haben, indem der Säugling bei der Mutter liegen kann. Klinische Studien haben erwiesen, dass solches "Bonding" zu besseren Resultaten beim Stillen und insgesamt weniger Schreien bei Säuglingen führt.