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Seit dem 30. Juli kann man bereits Tickets für Konzerte mit dem Geiger Gil Shaham, dem Pianisten Martin Stadtfeldt oder der Sängerin Simone Kermes kaufen. Alle Plätze kosten einheitlich 25 Dollar.

Musikmanager Thomas Hesse (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Annegret Hilse / SVEN SIMON)
Der Chef und CEO von Dreamworks: Thomas Hesse, bis 2013 Vorstand im Bertelsmann-Verlag und ehemaliger Sony-Präsident. Für Sony Music war er Treiber der Umstellung von Tonträgern auf Streamingmodelle. Annegret Hilse / SVEN SIMON

Musiker, die während der Corona-Pandemie live auftreten und damit ihren Lebensunterhalt verdienen wollen, haben eine neue Möglichkeit im Internet: die Streaming-Plattform Dreamstage, die unter anderem vom Cellisten Jan Vogler (56) gegründet wurde. Am kommenden Samstag, 22. August, gibt es dort das erste Konzert.

Geschäftsmodell virtuelle Live-Performance

“Die COVID-19-Krise hat uns die Notwendigkeit gezeigt, die Technologie des 21. Jahrhunderts im Bereich der Live-Performance anzupassen.“

Cellist und Künstlerischer Leiter von Dreamworks Jan Vogler

Die Pianistin Hélène Grimaud musiziert dann mit Vogler. Beide sitzen in einem Saal im Bard College von Annandale-on-Hudson (US-Bundesstaat New York) und übertragen das ins Internet. Zuschauer, müssen sich an einer virtuellen Kasse ein Ticket für 25 Dollar kaufen und können dann live dabei sein.

"Dreamstage ist keine Zwischenlösung für Zeiten beschränkter Auftrittsmöglichkeiten, sondern ein langfristig angelegtes, völlig neues Veranstaltungskonzept."

Dreamstage Inc. zu ihrer Gründung

Vogler hat die Plattform gemeinsam mit dem Musikmanager Thomas Hesse und dem Startup-Unternehmer Scott Chasin gegründet. Musiker aller Sparten sollen dort Live-Auftritte hochladen. "Wir können Menschen zu Hause Freude bereiten und bieten Künstlern Gelegenheit, wieder aufzutreten und Geld zu verdienen", sagte Dreamstage-Geschäftsführer Hesse. Später soll es nach den Konzerten auch Chats mit dem Publikum geben.

Auch Musiker*innen können Zuhause bleiben

Hesse sieht Musiker*innen künftig auch mehr als Gestalter ihrer Performance: "Sie werden die Produktion stärker mitgestalten, müssen nicht mehr in Konzertsäle gehen, sondern können ihre Auftritte auch vom Strand oder aus einer Fabrikhalle streamen." Ein höherer Teil des wirtschaftlichen Ertrages werde den Musikern zugutekommen. Dieser ist zudem prinzipiell unbegrenzt, da auch die Anzahl zahlender Zuschauer*innen unbegrenzt ist - bei deutlich geringeren Produktionskosten.

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