SWR2 Zur Person

Der Dirigent Pablo Heras-Casado – unmittelbar erlebte Musik

STAND
AUTOR/IN
Antonie von Schönfeld
REDAKTEUR/IN
Ines Pasz

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Er hat Kunstgeschichte studiert, Schauspielunterricht genommen, dazu in vielen Chören gesungen, immer mit dem Ziel „ein besserer Künstler zu werden“. Heute steht der spanische Dirigent Pablo Heras-Casado vor den großen Orchestern der Zeit und dirigiert Monteverdi genauso wie Mendelssohn.

Zu seinen großen Vorbildern zählt Nikolaus Harnoncourt. Stilistisch ist er offen: Mit dem Freiburger Barockorchester erkundet er derzeit „Die neue Romantik“, mit den Münchner Philharmonikern hat er Schumanns Sinfonien aufgenommen - mit Frische und Feuer. Antonie von Schönfeld traf den Dirigenten in Paris.

„Für mich geht es darum ehrlich zu sein und Ich zu sein - auf der Bühne, außerhalb, ganz gleich, wo ich bin. Einfach Ich zu sein, einfach derselbe. Menschen so zu behandeln, wie ich behandelt werden möchte. Und ganz gleich, um wen es sich handelt.

Konzert Pablo Heras-Casado dirigiert Messiaen und Sibelius

Zwischen der zweiten Sinfonie von Jean Sibelius und den "Trois petites liturgies" von Olivier Messiaen liegen Welten. Ging es dem einen um das Lob Gottes in finsterer Zeit während der letzten Jahre des Zweiten Weltkrieges, so mühte sich der andere zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Sinfoniker im fernen Finnland um eine eigenständige musikalische Sprache. In beiden Fällen sind es aber tief erlebte, sehr persönliche Auseinandersetzungen mit den eigenen Empfindungen und Gedankenwelten.

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Ines Pasz