Buchkritik

Trimaran - Lyrikmagazin für Deutschland, Flandern und die Niederlande

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Deutschland, Flandern und die Niederlande – vereint in einem neuen Lyrikmagazin. „Trimaran“ heißt die Zeitschrift, benannt nach einem Segelboot mit drei Rümpfen.

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Sie erscheint einmal im Jahr und bietet Essays, Interviews und jede Menge Lyrikübersetzungen.

Gut gemacht. Leinen los!

Gedichte und ihre Geschichte „Was schlimm ist“ von Gottfried Benn

Gottfried Benn war der große Nihilist. Alles hat er verneint, Weltanschauungen, Konventionen, Traditionen, sogar Gefühle. Seine Lyrik klingt dunkel, oft brutal und unsentimental. Von Anfang an wurde sie als Provokation verstanden - und sie hat die nachfolgende Dichtergeneration entscheidend beeinflusst. Doch Gottfried Benn, der Lyriker von Krankheit und Zerfall, hatte auch Humor. Der kommt in seinen Texten zwar nicht oft zum Vorschein, zuweilen aber doch. Zum Beispiel in seinem Gedicht „Was schlimm ist“.  mehr...

SWR2 am Samstagnachmittag SWR2

Gedichte „Wodwo“ ausgewählte Gedichte von Ted Hughes, dem lyrischen Titan aus England

"Ted Hughes ist ein Titan unter den Lyrikern Englands." Das sagt der deutsche Lyriker Jan Wagner über Hughes, der als einer der wichtigsten des 20. Jahrhunderts gilt. Das ist auch der Grund, warum Wagner dessen Gedichte neu übersetzt und in dem Gedichtband „Wodwo“ veröffentlicht hat - Wodwo ist der Name eines sagenhaften wilden Mannes aus den tiefen Wäldern im englischen Yorkshire. Das besondere an Hughes Lyrik ist, dass sich in ihr die ungebändigte, raue Natur mit ihren wilden Tiere widerspiegelt. Jan Wagner gelingt es, die Energie der Original-Lyrik in seiner ganz eigenen Art der Übertragung einzufangen und wiederzugeben. Ein Beispiel ist sein Gedicht über Hechte. Kerstin Bachtler stellt Jan Wagners Übersetzung vor.  mehr...

SWR2 am Samstagnachmittag SWR2

Buchkritik Allen Ginsberg - Lyrik / Poetry, Prosa

Allen Ginsbergs Werk - fast komplett und neu übersetzt! Der Blumenbar-Verlag legt nun eine zweibändige Ausgabe vor, die Ginsbergs Lyrik und einige seiner Prosatexte umfasst, etwa Essays, Briefe und Interviews. Ginsberg (1926-1997) gehörte zur amerikanischen Beat-Generation. Weil die Neuübersetzung seiner Gedichte so gelungen ist, wirken sie auch auf Deutsch provokativ und zugleich spirituell und meditativ.
Rezension von Andreas Puff-Trojan.
Aus dem amerikanischen Englisch von Michael Kellner
Blumenbar Verlag, 544 Seiten, pro Band 25 Euro
ISBN 978-3-35105-097-9
ISBN 978-3-35105-054-2  mehr...

SWR2 lesenswert Kritik SWR2

Gespräch Peter-Huchel-Preis 2022 für Dincer Gücyeter

Am 18. Mai 2022 erhält der Lyriker Dinçer Güçyeter den renommierten Peter-Huchel-Preis für seinen Gedichtband "Mein Prinz, ich bin das Ghetto": Die große Frage: Wer bin ich? steht über seinen Gedichten. Verse voller Überraschungen und großer Sprachwucht, auch politisch zu lesen.
Anja Höfer im Gespräch mit Frank Hertweck.  mehr...

SWR2 lesenswert Magazin SWR2

Literatur Grenzen der Lyrik ausloten – der diesjährige Peter-Huchel-Preisträger Dinçer Güçyeter

In seinem nun preisgekrönten Lyrikband „Mein Prinz, ich bin das Ghetto“ (Elif Verlag) versammelt Dinçer Güçyeter ganz unterschiedliche Gedichte: mal sind es eher Dialoge, mal Texte, die versetzt sind mit gesellschaftspolitischen Positionen zu den Themen Migration und Integration. Oft sind darin auch die Stimmen seiner Großmutter und seiner Eltern zu hören, die als sogenannte „Gastarbeiter“ aus der Türkei nach Deutschland kamen. Der Lyriker fühlt sich in beiden Sprachen zu Hause, schreibt aber vor allem auf Deutsch. Auch wenn Dinçer Güçyeter froh um diese beiden Sprachen und kulturellen Einflüsse ist, so habe er doch immer gespürt, dass er sich als sogenanntes „Gastarbeiterkind“ ganz besonders anstrengen muss, um Erfolg zu haben und Anerkennung zu erreichen. Und um überhaupt einen Fuß in die Kulturszene zu bekommen!  mehr...

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Gedichte und ihre Geschichte „Die Mutter und das Kind“ und „Mutters früher Tod“ von Ernst Jandl

Schon im antiken Griechenland und bei den alten Römern gab es Verehrungsrituale für Mütter, bei uns hingegen wird der Muttertag am zweiten Sonntag im Mai erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts gefeiert. An die Mutter zu denken, ihr vielleicht sogar zu danken, das ist aber nicht an einen festgelegten Tag im Jahr gebunden, das kann man jederzeit und in vielen Formen tun. Der österreichische Lyriker Ernst Jandl, wichtiger Vertreter der sogenannten „Konkreten Poesie“, hatte eine sehr innige Beziehung zu seiner Mutter, sie hat ihn überhaupt erst zum Dichten inspiriert. In mehreren Jandl-Gedichten geht es um das Thema Mutter und Kind.  mehr...

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