lesenswert Magazin extra von der Frankfurter Buchmesse Finanz und Frieden - Die weite Welt im Roman

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
15:05 Uhr
Sender
SWR2

Carsten Otte spricht mit Nora Bossong und Ernst-Wilhelm Händler

Der alte Gegensatz: Thema und Inhalt versus Sprache und Form

Romane sollen "welthaltig" sein, lautet eine oft wiederholte Forderung sowohl von Teilen der Literaturkritik als auch vom lesenden Publikum. Die Bücher sollen vom Hier und Jetzt handeln, statt sich im intellektuellen Elfenbeinturm zu verschanzen.

Worauf es aber bei Literatur weitaus mehr ankommt, ist die sprachliche Qualität, über die sich dann auch die Welt gut erschließen lässt.

Beispielhaft lässt sich das an zwei Romanen des Bücherherbstes demonstrieren, die wir im Gespräch mit der Autorin bzw. dem Autor vorstellen.

Nora Bossong: Schutzzone

Nora Bossong fragt in "Schutzzone" auf literarisch ambitionierte Weise, wie es einer Mitarbeiterin ergeht, die sich mal in Genf am Sitz der Vereinten Nationen und mal in den Krisengebieten der Welt für den Frieden einsetzt und dabei mit moralischen Ambivalenzen sowohl auf der politischen Weltbühne als auch im Privatleben zu kämpfen hat.

Ernst Wilhelm Händler: Das Geld spricht

In Ernst Wilhelm Händlers Roman "Das Geld spricht" ist der Titel das poetische Programm. Hier erzählt der Mammon höchstselbst die Geschichte von einem Banker, der darüber zu entscheiden hat, wie und mit wem er 500 Millionen Dollar anzulegen soll. Was ihn aber weniger interessiert als die Frage, warum seine Freundin ihn verlassen hat. Es geht also um Finanz und Frieden, letzten Endes aber dann doch um die Liebe.

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