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Zwischen Angst und Mut – Nadia Nashir-Karim über starke Mädchen und Frauen in Afghanistan

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Banken sind geschlossen, Lebensmittelpreise x-fach gestiegen, Infrastruktur zerstört. Die kriegserschöpfte Bevölkerung Afghanistans bangt, was eine Taliban-Regierung für das Land bedeutet.

Nadia Nashir Karim, die in Kabul geboren wurde und mit 20 Jahren nach Deutschland kam, engagiert sich seit Jahrzehnten mit dem Afghanischen Frauenverein für ihr Heimatland.

Sie erzählt von Schulen, die wieder öffnen durften, von toughen Mädchen und Frauen, von Vätern und Dorfältesten, die sich für Bildung einsetzen und davon, warum dem Land ohne Unterstützung eine humanitäre Katastrophe droht.

Bild von einem Kind beim Trinken an einem Brunnen. Andere Kinder stehen drum herum. Nur 30 Prozent der ländlichen Bevölkerung hat sicheres Trinkwasser. Das Brunnenbohren geht weiter.  (Foto: Afghanischer Frauenverein e.V.)
Nur 30 Prozent der ländlichen Bevölkerung hat sicheres Trinkwasser. Das Brunnenbohren geht weiter Afghanischer Frauenverein e.V. Bild in Detailansicht öffnen
Im Westen des Landes herrscht Dürre Afghanischer Frauenverein e.V. Bild in Detailansicht öffnen
80 Prozent der Binnenflüchtlinge sind Frauen und Kinder Afghanischer Frauenverein e.V. Bild in Detailansicht öffnen
Binnenvertriebene in Kabul aus den Nordprovinzen haben teils nichts, als die Kleider, die sie am Körper tragen Afghanischer Frauenverein e.V. Bild in Detailansicht öffnen
Der Afghanische Frauenverein unterhält 4 Schulen. Zwei der Schulen sind reine Mädchenschulen Afghanischer Frauenverein e.V. Bild in Detailansicht öffnen
Eine Schülerin aus der Mädchenschule Afghanischer Frauenverein e.V. Bild in Detailansicht öffnen
Mädchen dürfen bis zur 6. Klasse wieder zur Schule gehen Afghanischer Frauenverein e.V. Bild in Detailansicht öffnen
Morgens werden Mädchen unterrichtet, am Nachmittag die Jungen Afghanischer Frauenverein e.V. Bild in Detailansicht öffnen
Mobile Klinik zur medizinischen Versorgung von Binnenvertriebenen in Kabul Afghanischer Frauenverein e.V. Bild in Detailansicht öffnen
Mobile medizinische Versorgung für Binnenvertriebene Afghanischer Frauenverein e.V. Bild in Detailansicht öffnen
Verteilung von Decken, Matten und überlebenswichtigen Gütern Afghanischer Frauenverein e.V. Bild in Detailansicht öffnen

Musiktitel

Stand for myself
Yola
CD: Stand for myself

Rocky trail
Kings Of Convenience
CD: Rocky trail

Mensch
Herbert Grönemeyer
CD: Mensch

Bache Kabul
Aryana Sayeed
CD: Bache Kabul

Yar kho laro
Simin Tander
CD: Unfading

Gespräch Die Taliban und ihre Macht: Zivilgesellschaft als größte Herausforderung

Die größte Gefahr für die eigene Herrschaft stelle aus Sicht der Taliban die zivilgesellschaftlichen Proteste auf der Straße dar, sagt der Islamwissenschaftler Reinhard Schulze, Direktor des Forums Islam und Naher Osten an der Universität Bern in SWR2. Grund dafür sei, dass „diese Proteste die Legitimität der Herrschaft der Taliban viel stärker angreift als ein Warlord, der in einer bestimmten Region Afghanistans Widerstand leistet oder die neue nationale Widerstandsfront, die im Pandschir-Tal aktiv gewesen ist“.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Leben & Gesellschaft „Viele befürchten das Schlimmste“: Der deutsch-afghanische Comedian Sulaiman Masomi

Seit der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan spitzt sich die Lage zu. Seit dem Abzug der US-Kräfte in der Nacht von Montag auf Dienstag, den 31. August 2021 werden keine Rettungseinsätze mehr geflogen, die Taliban haben den Flughafen von Kabul übernommen. Bei Selbstmordanschlägen vor dem Kabuler Flughafen gab es viele Tote und Verletzte. Auch Verwandte von Sulaiman Masomi, deutsch-afghanischer Rapper, Kabarettist und Schriftsteller, leben in Kabul. Krieg, Besatzung und Chaos ist dort Alltag geworden. Sulaimans Eltern flohen vor Jahrzehnten mit ihm und seinen Brüdern nach Deutschland.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Gespräch Der Verein ZAN hilft Frauen aus Afghanistan: „Einfach reden, einfach weinen“

„Was ich im Moment aus Afghanistan höre ist erschreckend, unglaublich und menschenunwürdig“, sagt Nadia Qani-Schwarz, Vorsitzende des Vereins ZAN e.V., der sich für die Förderung afghanischer Frauen in Deutschland engagiert. Frauen und Mädchen berichteten über schlimme Misshandlungen durch die Taliban in vielen Provinzen des Landes, so Qani-Schwarz.  mehr...

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