Osterfeiertage

Tanzverbot an Karfreitag: Zeichen des Respekts oder übergriffige Bevormundung?

Stand
AUTOR/IN
Samira Straub
Dominic Konrad

Der Karfreitag steht im Christentum für Verzicht, unter anderem auf das Feiern. Vielen Menschen ist der stille Feiertag mit dem auferlegten Tanzverbot jedoch ein Dorn im Auge.

Eine Discokugel schwebt über einer Tanzfläche, auf der Menschen tanzen (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / PYMCA/Photoshot)
Volle Tanzflächen und laute Musik sucht man in Deutschland an Karfreitag vergebens.

Die Diskussionen um den stillen Feiertag werden immer lauter

Der Karfreitag ist ein Tag mit herausragender Bedeutung im christlichen Glauben: Im Fokus steht das Gedenken an die Kreuzigung Jesu und an das Leiden, das er auf sich nahm. Für Gläubige ist der Karfreitag ein strikter Fasten- und Abstinenztag, an dem der Verzicht vordergründig ist.

Sport-Events, Tanzlustbarkeiten und sonstige unterhaltende Veranstaltungen sind in Deutschland an diesem sogenannten „stillen Tag“ per Gesetz untersagt, es sei denn sie dienen „der geistig-seelischen Erhebung oder einem höheren Interesse der Kunst, Wissenschaft oder Volksbildung“ und nehmen „auf den ernsten Charakter des Tages Rücksicht.“

Diese Regelung sorgt Jahr für Jahr, wenn Ostern vor der Tür steht, erneut für Diskussionen. Christen fordern Respekt für ihren Glauben, andere Menschen sehen sich bevormundet und fordern eine Abschaffung. Sind stille Feiertage überhaupt noch zeitgemäß? Ein Pro und Contra aus der SWR2 Online Redaktion.

Glosse Abschalten vor Ostern: Auf stumme Orgeln folgt Tuttiklang zur Auferstehung

Für einen nebenamtlichen C-Organisten ist die österliche Karwoche eines der Highlights im Kirchenjahr. Gordon Kampe erinnert sich.

SWR2 Treffpunkt Klassik SWR2

Feiertag Keine Party an Karfreitag: Was ist das Tanzverbot?

Du willst dich am Wochenende mit Freunden treffen und feiern? Dann aufgepasst - am Karfreitag ist nicht alles erlaubt.

DASDING NEWSZONE - Dein Tag, Dein Update DASDING

Podcast „Gegen jede Überzeugung“: Nicole Diekmann und Stephan Anpalagan üben das konstruktive Streiten

Pandemiemaßnahmen, Gendern, Windräder: Es gibt Themen, über die lässt sich heute kaum noch diskutieren, ohne in Krach zu enden. Wie streitet man, ohne sich zu zerstreiten? Das machen die Journalistin Nicole Diekmann und der Publizist Stephan Anpalagan in ihrem neuen Podcast „Gegen jede Überzeugung“ von SWR Kultur vor. In der ersten Folge geht es darum, ob man die Herkunft von Tatverdächtigen nennen sollte.

SWR2 am Morgen SWR2

Stand
AUTOR/IN
Samira Straub
Dominic Konrad