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Vor 75 Jahren war es ein ungeheurer Vorgang: Schergen einer Diktatur mussten sich erstmals vor einem internationalen Gericht verantworten. Was damals noch als Siegerjustiz kritisiert wurde, machte Jahre später Schule. Doch manchmal triumphiert bis heute politische Opportunität über die „Nürnberger Prinzipien“. Was kann die Justiz bei der Aufarbeitung staatlichen Terrors leisten, und was nicht?

Jürgen Heilig diskutiert mit Prof. Dr. Stefanie Bock - Internationales Forschungs- und Dokumentationszentrum Kriegsverbrecherprozesse, Prof. Dr. Magnus Brechtken - Institut für Zeitgeschichte, Dr. Anja Mihr - Humboldt-Viadrina Center on Governance through Human Rights

Gespräch Beginn der Nürnberger Prozesse vor 75 Jahren: „Das Völkerrecht geht ans Eingemachte“

Als am 20. November 1945 führende Politiker und Militärs der Hitler-Diktatur in Nürnberg vor Gericht kamen, war das epochal: „Allein, dass man eine justizielle Aufarbeitung von Kriegsverbrechen machte, das war schon eine große Errungenschaft", urteilt der Völkerrechtler Kai Ambos im Gespräch mit SWR2. Trotzdem habe es Jahrzehnte gedauert, bis internationales Recht weltweit Fuß fassen konnte.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

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