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Nach der Präsidentschaftswahl am 9. August demonstrierten in Belarus Hunderttausende wochenlang friedlich gegen Wahlfälschungen. Sie stellten den Sieg des autoritär regierenden Amtsinhabers Lukaschenko infrage.

Die Übersetzerin Julia nahm zum ersten Mal in ihrem Leben an Protestaktionen teil. Sie erzählt von der feierlichen Stimmung und von der Angst, im Gefängnis zu landen. Der Musiker Sergej wurde in der Haft geschlagen und gefoltert.

Olga Kapustina stammt aus Belarus, sie dokumentierte die Ereignisse.

Gespräch Frauen an der Protest-Front: Die emanzipativen Bewegungen in Belarus und Polen

Bei den Protesten gegen das Regime von Aleksandr Lukaschenko in Belarus, aber auch beim Widerstand gegen die verschärften Abtreibungsgesetze in Polen werden aktuelle Proteste maßgeblich von Frauen getragen. In Belarus ist daher auch von einer „ersten feministischen Revolution“ die Rede. Die Parallele in beiden Ländern ist das „weibliche Gesicht“. Es gebe jedoch einen entscheidenden Unterschied, sagt Alice Bota, Moskau-Korrespondentin der Wochenzeitung „Die Zeit“, in SWR2: „In Polen wird für Frauenrechte protestiert, während es in Belarus um ganz basale Grundrechte geht." Beide Protestbewegungen würden die Gesellschaft nachhaltig verändern. "Umfragen zeigen, dass eine deutliche Mehrheit der Polen diese Proteste unterstützt - und das in einem katholischen Land,“ so Bota. Auch in Belarus werde die Gesellschaft am Ende nicht mehr jene sein, die sie vor dem 9. August 2020 gewesen ist.  mehr...

SWR2 Journal am Morgen SWR2

Leben Integriert dank Kind: Erlebnisse einer Mutter aus Belarus

Olga Kapustina stammt aus Weißrussland. Sie studierte in Deutschland und arbeitet heute als Journalistin. Aber erst durch ihre Kinder wurde sie so richtig deutsch.  mehr...

SWR2 Leben SWR2

Gespräch Herz, Faust und Peace-Zeichen: Kulturschaffende protestieren in Belarus

Die Kulturschaffenden seien sehr kreativ bei ihrem Protest gegen Präsident Lukaschenko, sagt die Philosophin und Kunstkritikerin Olga Shparaga in SWR2. Dabei stünden sie diesmal vielleicht am Anfang des Endes der Regentschaft von Lukaschenko, denn "wenn wir das nicht jetzt bekommen, dann nach einiger Zeit. Diese Stimmen kann man nicht vernichten", sagt Olga Shparaga.  mehr...

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