Zeitgenossen

Herlinde Koelbl: „Man kann von allen etwas in die eigene Welt mitnehmen“.

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Herlinde Koelbl ist eine der bekanntesten und wichtigsten Fotografinnen in Deutschland. Die Dokumentation „Spuren der Macht“, Langzeitstudien von Politikern, zählt zu den bekanntesten Werken. Ihre Portraits von Angela Merkel, die sie von 1991-2021 angefertigt hat, sind bis September im Deutschen Historischen Museum in Berlin zu sehen.

 Angela Merkels Jahre der Macht.

Herlinde Koelbl sagt über die Anfänge des Projekts: „Gerade in den ersten Fotos sieht man noch eine ganz andere, junge, scheue, auch unerfahrene Frau. Aber der Blick hatte Kraft!“. Besonders in den Jahren zwischen 1991, als Angela Merkel Bundesministerin wurde, damals noch in Bonn, und dem Beginn der Zeit als Kanzlerin, sei die körperliche Veränderung sehr stark gewesen.

Fotografie als Begegnung.

Herlinde Koelbls vielfältiges Werk, zu dem auch Dokumentarfilme und Interviews gehören, ist geprägt von großer Nähe zu Menschen und der Art wie sie leben und arbeiten. „Man kann von allen etwas lernen und in die eigene Welt mitnehmen“, so Koelbl. „Nach den Aufnahmen hatte ich die Kraft, die Spannung, die Weisheit der Begegnung in mir“. Ihre Porträts von Menschen in der Politik und ihre Reportagen über Medienleute zeigen, wer auf welche Weise Macht und Einfluss ausübt und wie Menschen sich dadurch verändern. Herlinde Koelbl, 1939 in Lindau am Bodensee geboren, kam nach einem Modestudium in München als Autodidaktin zur Fotografie. Ihre Arbeiten wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Gespräch „Angela Merkel. Portraits 1991-2021“: Bildband von Herlinde Koelbl, die die Kanzlerin jahrelang fotografierte

30 Jahre lang porträtierte die Fotografin Herlinde Koelbl Bundeskanzlerin Angela Merkel. Das Projekt hat sie nach 2009 geheim gehalten: „Ich habe ihr versprochen, alles erst zu veröffentlichen, wenn sie nicht mehr amtierende Bundeskanzlerin ist“, erzählt die Fotografin im Interview mit SWR2. Über die Jahre könnte die Fotografin die politische und persönliche Entwicklung der Kanzlerin mitdokumentieren: „Wir hatten ein sehr vertrauensvolles und respektvolleres Verhältnis miteinander“, sagt Koelbl. Die Sammlung der Fotos erscheint nun als Buch: „Angela Merkel. Porträts 1991-2021“.  mehr...

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