Tagesgespräch

ARD-Meteorologe zum Klimawandel: 2023 ist mehr als ein "irgendwie zu warmes Jahr"

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AUTOR/IN
Gerhard Leitner

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Nach dem Extremwetterkongress in Hamburg hat der Meteorologe Karsten Schwanke dazu aufgerufen, den Klimawandel endlich "als Aufgabe für die ganze Menschheit" zu verstehen. Das Zwei-Grad-Ziel sei allein mit deutscher Wind- oder Solarkraft nicht zu erreichen, betonte er im SWR2 Tagesgespräch. Dabei seien die Auswirkungen schon heute drastisch, bei einem noch relativ geringen Anstieg der Durchschnittstemperatur von rund 1,2 Grad. Das habe das laufende Jahr deutlich bewiesen, mit häufigen Temperaturrekorden und Starkregenereignissen weltweit. "Für uns Meteorologen ist das ein ganz außergewöhnliches Jahr und auch nicht einfach ein weiteres irgendwie zu warmes Jahr - die Rekorde sind deutlich höher als die alten." Umso bedenklicher sei, dass der "große Ruck" weiter ausbleibe. Optimistisch stimme ihn, dass das Thema mittlerweile konstant viel Aufmerksamkeit bekomme. Das sei in der Corona-Zeit noch anders erwartet worden."Der Klimawandel setzt sich doch immer stärker an die Nummer eins."

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Gerhard Leitner