Die Lessingschule Freiburg: Damals und heute

Die Lessingschule Freiburg: Damals und heute

Der Haupteingang der heutigen Lessing-"Förderschule" (Foto: SWR, SWR - Julia Wieland)
Der Haupteingang des Trakts, in dem die heutige Lessing-"Förderschule" untergebracht ist, war damals für die jüdischen Schüler tabu. Sie mussten möglichst ohne viel Aufhebens zwei Seiteneingänge benutzen. Vor allem die Mädchen fielen den Knaben-Hauptschülern natürlich trotzdem auf. SWR - Julia Wieland
Heute schmücken die Fenster bunte Papierdrachen: Früher war die so genannte "Zwangsschule" für jüdische Kinder in Freiburg möglichst unauffällig in einem Seitentrakt untergebracht. SWR - Julia Wieland
Ansicht auf einen der beiden Hintereingänge der Lessingschule, rechts davon eines der ehemaligen Klassenzimmer der zeitweise 70 jüdischen Schüler. Um jeden Kontakt zu den Schülern der Knaben-Hauptschule zu unterbinden, hatten sie eigene Pausenzeiten. SWR - Julia Wieland
Historische Spuren gibt es in dem ehemaligen Klassenzimmer nicht mehr, der Ausblick auf die alten Stadthäuser und die angrenzende Johanneskirche dürfte aber ähnlich gewesen sein. SWR - Julia Wieland
Der Lehrplan im Jahr 2015 weicht stark von dem ab, was die jüdischen Schüler ehemals lernten: Sie bereiteten sich in erster Linie auf Flucht oder Emigration vor. Tragischerweise meist vergeblich. SWR - Julia Wieland
Was bleibt: Junge Menschen, die mit ihrer Arbeit in der Geschichtswerkstatt auch ein Jahr nach dem 125-jährigen Bestehen ihrer Schule dafür einstehen, "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" zu sein. Mittendrin: Geschichtslehrerin Rosita Dienst-Demuth. Geschichtswerkstatt Lessing-Realschule Freiburg -
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