Karl-Sczuka-Preis 2002

Preisträger

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Stefano Giannotti wird mit dem Karl-Sczuka-Preis 2002 ausgezeichnet. Förderpreis geht an Andreas Bick.

Ausgezeichnet wird Stefano Giannotti mit der Autorenproduktion "Il tempo cambia | Time changes" (1997- 2001) 32 I-Ging-Miniaturen

Geboren 1963 im toskanischen Lucca, lernte früh Gitarre, studierte Komposition bei Pietro Rigacci und wurde zwanzigjährig in seiner Heimatstadt Mitglied des Kammermusik-Ensembles "Trio Chitarristico Lucchese", mit dem er 1983-90 auf zahlreiche Gastspielreisen durch Europa ging. Seit 1989 war er als Komponist auf mehreren internationalen Musikfestivals vertreten.

Der New Yorker Audio-Künstler Alvin Curran, bei dessen Projekten "Crystal Psalms" und "Tufo Muto" er assistierte, beeinflusste seine Entwicklung zur Radiokunst. Seit 1989 entstanden Klangkompositionen und Hörstücke, die 1991 mit dem internationalen Radiokunst-Preis Macrophon'91 des Polnischen Rundfunks und 1994/95 mit dem Prix Ars Acustica International des WDR prämiert und international gesendet wurden. 1997 begann eine Zusammenarbeit mit dem italienischen Choreographen Roberto Castello, für dessen Performance "64 variazioni sul tempo" die Komposition entstand, die zur Keimzelle des 2002 mit dem Karl-Sczuka-Preis ausgezeichneten Radioprojekts "Il tempo cambia" wurde.

Giannotti lebt als freier Komponist, Hörspielmacher, Musiker und Performancekünstler in Gattaiola bei Lucca. 1998-99 war er Gast des Künstlerprogramms des DAAD in Berlin. 2000 lebte er mit einem Künstlerstipendium im Schloß Wiepersdorf. Von Juli 2002 bis Januar 2003 ist er Stipendiat im Künstlerhaus Worpswede. - Landschaft, Erinnerung, Lebenszyklen, die Verschiedenheit von Stimmen und Sprachen bilden die wichtigsten thematischen Anregungen für sein Werk, dessen Spektrum von der Kammermusik zum Tanztheater, von der musikalischen Performance bis zum Hörspiel reicht.

Karl-Sczuka-Preis Hörspiel als Radiokunst

Der Karl-Sczuka-Preis für Hörspiel als Radiokunst 2022 geht an Jan Jelinek für sein Hörstück "Überwachung – in drei Episoden".

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SWR