Opernsängerinnen nutzen Stuttgarts Straßen als Bühne

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Eleonore Majer und Magdalena Fischer  (Foto: Pressestelle, Foto: Sascha Gessert)
Eleonore Majer (re) und Magdalena Fischer Pressestelle Foto: Sascha Gessert

Wir singen auf der Straße mit derselben Stimme, aber mit einer anderen Raumeinstellung. Auf der Straße wollen wir dröhen und tönen und das macht Spaß!

Noch immer ist in Stuttgart wegen des Lockdowns die Oper geschlossen. Um weiter vor einem Publikum singen zu können, haben Eleonore und Magdalena seit letztem Oktober etwas Ungewöhnliches gewagt: Sie haben sich einfach in die Stuttgarter Innenstadt gestellt und gesungen – Arien, Duette, klassische Stücke von Mozarts, Brahms oder Mendelssohn-Bartholdy. Die Stuttgarter Straßen wurden zu ihrer liebsten Bühne. Magdalena genießt es so direkt mit den Menschen in Kontakt zu kommen „und zu spüren: Das wofür wir jahrelang in unserem Kämmerchen geübt haben, das hat wirklich einen Effekt. Man spürt selbst, dass es einem was gibt, dass singen glücklich macht. Wenn man merkt das Publikum ist so nah dran und gibt einem direktes Feedback, das ist nochmal eine ganz andere Sache, als wenn man in der Liederhalle steht und immer diese Distanz ist.“  

Schwierigkeiten auf der Open-Air-Bühne


Doch das Singen in der Innenstadt ist gar nicht so einfach, erklärt Magdalena: „Genau die gleichen Vokalfarben zu treffen, dass die Obertöne sich im Konzertsaal sich einfach so erfüllen. Das sind so Dinge, die auf der Straße nicht so funktionieren. Dann fährt der Laster vorbei, dann schreit ein Kind, da sind einfach viele Hintergrundgeräusche.“

Positive Resonanz auf klassische Straßenmusik

Die beiden Sängerinnen wollen die Kunst weiter zu den Menschen bringen. Und die Resonanz darauf ist vielfältig: Von Applaus, über Spenden bis hin zu Engagements für private Feiern. Was die beiden mit ihrer Musik bewirken ist unterschiedlich, doch ein Erlebnis bleibt Magdalena in Erinnerung: „Ich fand, das absolute Highlight war wirklich ein Tänzer, der spontan angefangen hat auf der Königsstraße zu tanzen zu einem unserer Stücke. Das war so eine Überraschung und so schön.“ 

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