Zum Auslandsjahr nach Deutschland gekommen und aus Liebe geblieben

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AUTOR/IN
Christin Hartard
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Michèle Kraft
Michèle Kraft

„Als ich nach Deutschland gekommen bin, habe ich weder im Radio noch im Fernsehen etwas verstanden. Auch mit anderen konnte ich mich nicht richtig unterhalten. Ich war teilweise richtig verzweifelt“.

Maria Hasbolat aus Wörth ist vor 12 Jahren nach Deutschland gekommen. Die gebürtige Russin wollte nach dem Studium ein Auslandsjahr hier machen. Was als kurze Station gedacht war, wurde Marias neue Heimat. Sie blieb in Deutschland, hat inzwischen auch eine Familie. Heute arbeitet sie in Karlsruhe als Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache und gibt Deutschunterricht auf Instagram. Unter "DeinSprachcoach" folgen ihr über 45.000 Menschen.

Dort gibt Maria Tipps zur richtigen Aussprache, zum Telefonieren auf Deutsch und erklärt Grammatikregeln. Und das immer top gestylt. „Ich versuche immer, die Farben der deutschen Fahne zu benutzen“, sagt sie. Die roten Lippen und die Outfits in Schwarz-Rot-Gold sind ihr Markenzeichen. Wann weiß man, dass man eine fremde Sprache richtig gut beherrscht?

„Irgendwann merkt man, dass man auf Deutsch träumt“.

Maria ist angekommen.

46 Jahre im gleichen Job: Hufschmied Hans-Peter

Das Problem ist, wie im Handwerk allgemein: Es will keiner mehr dreckig werden, es will keiner mehr bei Wind und Wetter draußen sein.
Hans-Peter, 70, Hufschmied aus Aichwald
Eigentlich ist Hans-Peter schon längst im Rentenalter, aber aufhören will der Hufschmied noch nicht so richtig. „So zweimal in der Woche, 2-4 Pferde, mehr will ich nicht. Und mehr lässt auch meine Frau nicht mehr zu“, sagt er lachend. Was ihn an seinem Beruf glücklich macht, hat er uns erzählt: „Man hat mit Lebewesen zu tun. Man hat eine Verantwortung gegenüber den Lebewesen.“
Nachwuchsmangel im Handwerk
Neben seiner Liebe zu seinem Handwerk gibt es aber noch eine zweite Sache, die ihn weiterarbeiten lässt: Der Nachwuchsmangel. Der 70-Jährige beobachtet: „Die Eltern wollen für ihre Kinder immer, dass es ihnen besser geht als ihnen selbst. Die sollen nichts mehr arbeiten, die sollen nur noch am Computer sitzen im Warmen und die Tasten drücken und das funktioniert bei uns nicht.“
Ohne Pferde geht es nicht
Für ihn käme das nicht in Frage – die Arbeit mit den Pferden, auch der Umgang mit seinen Kunden – Hans-Peter liebt seinen Beruf. „Ich mache das eigentlich nicht wegen dem Geldverdienen, das ist eine Passion. Ich kann nicht ohne.“

Darum spielt Rentner Rudolf jeden Tag Schach auf dem Stuttgarter Schlossplatz

Rudolf ist der „Schachspieler vom Stuttgarter Schlossplatz”. Mittlerweile kennen den 65-Jährigen viele Menschen. Das Gesellschaftsspiel hat für sein Leben eine besondere Bedeutung. 

Stuttgart

Fahrräder aus Schrott? Für Tüftler Michael ist das die große Leidenschaft.

Michael aus Stuttgart ist Hobby-Bastler und baut skurrile Fahrräder aus Schrott selbst. Wenn er seine DIY-Fahrräder ausfährt, kommt es immer wieder zu schönen Begegnungen. Michael erzählt uns davon.