Liebe fürs Handwerk - Marie ist Schreinermeisterin

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Nils Keilmann
Nils Keilmann

Für Marie aus Geislingen an der Steige ist schon früh klar: Sie will mit den Händen arbeiten. Ihr Traumberuf: Schreinerin. Das ist bis heute genau ihr Ding.

„Schon im Kindergarten war’s so, dass man mich nicht in der Puppenecke gefunden hat. Ich war an der Werkbank und hab mit Holz gearbeitet.“

Marie ist leidenschaftliche Schreinermeisterin. Sie findet es schade, dass heutzutage immer weniger Menschen einen handwerklichen Beruf ausüben wollen. „Das Handwerk bedeutet mir sehr viel. Es gibt aber leider immer weniger Fachpersonal, dafür immer mehr Studierende."

"Das Handwerk stirbt langsam aus.“

Marie sieht sich als Künstlerin. Studieren, um dann einen kreativen Job auszuüben, bei dem man im Büro sitzt und auf Knöpfchen drückt, kam für sie nie infrage. „Schreinerin zu sein ist voll mein Ding. Das ist keine Sitztätigkeit. So was könnte ich gar nicht.“

Wenn sie nicht gerade als Schreinerin auf dem Bau oder auf Montage ist, steht Marie in der heimischen Werkstatt und baut Lampen aus Naturholz. „Ich halte mich gerne in der Natur auf, war im Wald, joggen. Da sind mir dann immer so Holzstücke auf dem Boden ins Auge gestochen. Mein Kopf fing natürlich direkt an zu rattern, was ich daraus machen könnte.“

Marie sagt, dass sie glücklich ist. Auf die Frage, ob es etwas gibt, das sie an ihrem Beruf nicht mag, lächelt sie und antwortet beherzt: „Nein, gar nichts.“