Literatur

Schriftstellerin Birgit Vanderbeke mit 65 Jahren gestorben

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Die deutsche Autorin Birgit Vanderbeke ist am 24. Dezember 2021 im Alter von 65 Jahren gestorben, wie der Piper Verlag mitteilt. Vanderbekes bekannteste Erzählung war „Das Muschelessen“, für die sie 1990 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet wurde.

Die Autorin Birgit Vanderbeke: Schwarzweiß Bild einer lächelnden Frau mit schief gelegtem Kopf. Sie hat graue, über-schulterlange Haare, eine Art Schmetterlingsbrille und trägt ein weißes, ärmelloses Kleid. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/Piper Verlag | Julian Vanderbeke)
Die Autorin Birgit Vanderbeke picture alliance/dpa/Piper Verlag | Julian Vanderbeke

Eine deutsch-deutsche Familiengeschichte

Birgit Vanderbeke kam am 8. August 1956 im brandenburgischen Dahme auf die Welt. Ihre Familie siedelte wenige Jahre später in den Westen über, wo Vanderbeke in Frankfurt am Main Jura, Romanistik und Germanistik studierte. Seit 1993 lebte die Schirftstellerin in Südfrankreich.

In ihrer bekanntesten Erzählung „Das Muschelessen“ geht es um eine Familie zur Zeit des beginnenden Verfalls der DDR. Auch andere Werke von Birgit Vanderbeke, wie „Alberta empfängt einen Liebhaber“ gehören zum Kanon der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Zuletzt erschien 2020 ihr Roman „Alle, die vor uns da waren“.

Vielfach ausgezeichnete Schriftstellerin

„Mit Birgit Vanderbeke verliert die deutschsprachige Literatur eine kraftvolle, eigensinnige und unverwechselbare Stimme. Unsere Anteilnahme gilt ihrem Mann und ihrer Familie“, sagte Piper-Verlegerin Felicitas von Lovenberg.

Neben dem Bachmann-Preis hatte Birgit Vanderbeke unter anderem den Kranichsteiner Literaturpreis erhalten, sowie 2007 die Brüder-Grimm-Professur an der Kasseler Universität.

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