Hoffenheim-Spielerin Ereleta Memeti im Zweikampf mit Maria Joelle Wedemeyer vom VfL Wolfsburg.

Fußball | DFB-Pokal

Hoffenheimerinnen mit deutlicher Niederlage gegen Wolfsburg

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AUTOR/IN
Michael Richmann

Für die TSG Hoffenheim war im Viertelfinale des DFB-Pokals Schluss. Der Favorit und Seriensieger VfL Wolfsburg war für die Kraichgauerinnen eine Nummer zu groß.

Trotz einer guten Leistung muss sich die TSG Hoffenheim aus dem DFB-Pokal verabschieden. Jule Brand (27.), Alexandra Popp (45.+2) und Vivien Endemann (90.+3) trafen für die zehnfachen DFB-Pokalsiegerinnen zu einem letztlich verdienten 3:0-Sieg für den VfL Wolfsburg. Hoffenheim stellte die Favoritinnen vor große Probleme, offenbarte jedoch große Schwächen bei Standards.

Hoffenheim machte Wolfsburg das Leben schwer

Die Kraichgauerinnen wollten der Wolfsburger Tormaschine ihre ganze Leidenschaft entgegensetzen. Das Team von Trainer Stephan Lerch stand gut gestaffelt in der Defensive und lauerte in der Anfangsphase vor allem auf Konter. So kamen die Hoffenheimerinnen auch zur ersten Chance des Spiels. Doch Erëleta Memetis Schuss von der Strafraum-Kante war zu ungenau (11.).

Wolfsburg hatte zwar die bessere Spiel-Anlage und daher wenig Mühe, Ball und Gegerinnen laufen zu lassen. Allerdings konnten die Wölfinnen ihre Überlegenheit selten in Torgefahr umsetzen. Daher brauchten sie eine Ecke für das erste Tor: Die ehemalige Hoffenheimerin Jule Brand setzte sich im Kopfball-Duell gegen Marta Cazalla durch und netzte ein (27.). Keine Chance für Hoffenheim-Keeperin Laura Dick.

Alexandra Popp schockt Hoffenheim in der Nachspielzeit

Fast hätte Melissa Kössler nach etwa einer halben Stunde den Ausgleich erzielt. Doch nach einem Eckball rutschte die 24-Jährige am langen Pfosten aus und konnte den Ball so nicht mehr kontrolliert aufs Tor bringen (31.). Hoffenheim blieb das gefährlichere Team. Doch das zweite Tor machten die Favoritinnen aus Wolfsburg - erneut nach einer Ecke. Diesmal war es Nationalspielerin Alexandra Popp, die am Elfmeterpunkt am höchsten stieg und unhaltbar für Laura Dick einköpfte (45.+2).

Die deutliche Führung entsprach nicht unbedingt der Wolfsburger Leistung, die zwar konsequent verteidigten, vorne aber nur durch die beiden Standardsituationen auffielen. Auch der Pause blieb Hoffenheim gefährlich. Gia Corley schlenzte den Ball aufs Tor. Doch Wolfsburgs Keeperin Merle Frohms konnte den Ball zur Ecke abwehren (53.). Auf der Gegenseite zielte die eingewechselte Sveindís Jónsdóttir beim ersten Wolfsburger Torschuss in der zweiten Hälfte zu ungenau (64.).

Endemann traf in der Nachspielzeit

In der 70. Minute hätte die Isländerin alles klar machen können. Doch Laura Dick konnte den Schuss der 22-Jährigen parieren. Auch den Nachschuss der mitgelaufenen Fenna Kalma konnte die 20-Jährige abwehren. Anschließend verflachte die Partie. Hoffenheim versuchte zwar nochmal alles, doch Erëleta Memetis Verzweiflungsschuss (88.) verfehlte das Ziel. In der Nachspielzeit machte Vivien Endemann das dritte Tor für Wolfsburg und schoss den VfL ins Halbfinale.

Das Halbfinale wird am 30. und 31.März ausgetragen. Dort muss das Team von Trainer Tommy Stroot zuhause gegen die SG Essen antreten. Das ergab die Auslosung unmittelbar nach dem Spiel.

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Michael Richmann