Deutsch-Englisches Cottage in Niedersachsen

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Von Autor/in Volker Ide

Mitten in Niedersachsen gibt es einen Hauch von Britannien. Nicole und ihr verstorbener Mann Alan haben hier ihr Haus gebaut.

Nicole und ihr verstorbener Mann Alan wollten ihren Neubau so gestalten, dass er an Alans Heimat Südengland erinnert. Für den Bau ihres deutsch-englischen Cottages haben sie alte Steine und alte Baustoffe verwendet. Der idyllische Backsteinbau sieht daher so aus, als ob er schon immer hier gestanden hätte. So weht nun ein Hauch von Britannien mitten durch Niedersachsen. Vom sorgfältig ausgewählten Baumaterial bis hin zu den liebevoll gestalteten Details – dieses Cottage ist ein echtes Highlight und ein Beispiel für nachhaltiges Bauen mit historischen Materialien.

Ein Hauch von Britannien im Herzen Niedersachsens

Eine amüsante Anekdote erzählt von einem älteren Dorfbewohner, der fest davon überzeugt war, dass das Cottage schon immer dort gestanden hat. Als ihm die Bauherren erklärten, dass sie das Haus neu gebaut haben, konnte er es kaum glauben. Diese Geschichte zeigt, wie gut sich der Neubau in die bestehende Dorfstruktur einfügt und den historischen Kern des Dorfes bereichert.

Historische Baumaterialien machen das Cottage besonders

Bei der Gestaltung ihres Cottages haben Alan und Nicole, die noch heute den gemeinsamen Maurerbetrieb weiterführt, historische Materialien verwendet. So wurde beispielsweise während einer Straßensanierung in der Stadt das alte Kopfsteinpflaster freigelegt. Dieses Pflaster konnten Nicole und Alan anschließend für die Stirnseite ihrer Fassade verwenden. Auch die Backsteine und Dachziegel des Hauses stammen von antiken Baustoffhändlern und sind über 200 Jahre alt. Die Dachziegel sind handgeformt, was ihnen einen ganz besonderen Charakter verleiht.

Eine einzigartige Küche mit rustikalem Charme

Ein Highlight von Nicoles Cottage ist die individuell gestaltete Küche. Die Backsteine, die hier verwendet wurden, stammen von der Außenfassade einer alten Fabrik. Die Küche ist selbstgemauert und zeichnet sich durch ihre groben Segmentbögen aus, die mit Holzeinlegeböden kombiniert wurden. Die Arbeitsflächen bestehen aus alten Cotto-Fliesen, die einen rustikalen und warmen Charme verbreiten.

Ein Grundstück mit überraschender Vergangenheit

Das Grundstück, auf dem das deutsch-englische Cottage gebaut wurde, war ursprünglich mal eine Schlittschuhwiese des Dorfes. Im Winter wurde es regelmäßig bewässert, so dass sich das Wasser staute und überfror. Bei den Erdarbeiten stellte sich heraus, dass unter der Oberfläche eine etwa 20 Meter tiefe Lehmschicht liegt. Diese unerwartete Herausforderung erforderte umfangreiche Maßnahmen wie die Verlegung einer Drainage rund um das Haus und das Anlegen eines Grabens am Grundstücksrand, um überschüssiges Wasser abzuleiten.

Tradition trifft auf Nachhaltigkeit

Das Cottage von Familie Berry ist ein Paradebeispiel dafür, wie traditionelle Baumethoden und moderne Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können. Es ist ein Ort, der Geschichten erzählt und gleichzeitig ein gemütliches Zuhause.

Nachhaltiges Bauen mit historischen Baustoffen

Durch den Einsatz historischer Baumaterialien und eine kreative Bauweise ist ein Neubau entstanden, der aussieht, als ob er schon seit Jahrhunderten existiert. Die nachhaltige Nutzung von zurückgebauten Materialien und die sorgfältige Planung und Ausführung machen dieses Cottage zu einem besonderen Ort, der die Geschichte und den Charme vergangener Zeiten bewahrt.

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Simons experimentelles Tiny House aus Lehm

Auf der Suche nach einem Lebensraum, der zu ihm passt, ist Simon selbst aktiv geworden. Ohne große Pläne, hat er mit Lehm und Kalk ein Tiny House gebaut. Dieses 14 m² kleine, kuppelförmige Lehmhaus nennt er "Flowdome".
Das Alternative Wohnen passt zu ihm. Denn Simon, aka Courtier, versteht sich selbst als Künstler, Filmemacher, Philosoph und Autor. Den Namen Courtier nutzt er immer, wenn es um seine Kunst geht: Musik, Mode und Architektur.
Der "Flowdome" ist ein Geodom aus Lehm mit einer Kalkschicht und das erste Bauwerk, das Courtier erschaffen hat. Er hat es sich dabei zur Aufgabe gemacht, herauszufinden, wie der perfekte Raum für einen kreativen Menschen wie ihn aussehen könnte. Dabei war es ihm wichtig, mit nachhaltigen Materialien zu arbeiten und sich ressourcenschonend einzurichten.
Sein Tiny House aus Lehm hat Simon rund 12.000 Euro gekostet und ist auch offiziell genehmigt. Denn gebaut hat er auf dem Gelände der Zukunftswerkstatt Gemeinschaft Schloss Tempelhof bei Crailsheim. Die Gemeinschaft hat auf dem angrenzenden Tempelfeld mit Deutschlands erstem Earthship u. a. ein einzigartiges „Reallabor“ für experimentelle Bau-Projekte geschaffen. So konnte auch Simon hier mit seinem kreativen Tiny House aus Lehm experimentieren.

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Autor/in
Volker Ide
Ein Film von
Erik Hartung (Kamera & Drohne), Tilo Burmeister (Kamera), Robert Soldan (Ton), Sam Handel (Schnitt).