Wie fühlt es sich an, Ihre beruflichen Erfahrungen in einer Fernsehreihe so prominent reflektiert zu sehen?
Es ist spannend zu sehen, wie Aspekte meines Berufs für eine Fernseh-Reihe verarbeitet wurden. Natürlich handelt es sich um Fiktion und vieles wird dramaturgisch zugespitzt. Trotzdem freut es mich, dass die menschliche Seite unserer Arbeit betont wird.
Die Arbeit als Gerichtsvollzieherin ist häufig mit Vorurteilen behaftet. Wie gelingt es einem, bei dieser Arbeit Mitgefühl und Professionalität zu vereinen?
Man muss die Balance finden – mit Respekt und Empathie arbeiten, aber auch die Vorgaben des Gesetzes umsetzen. Es ist nicht leicht, aber man entwickelt ein Gespür dafür.
Sind Ihnen in Ihrer Laufbahn Fälle begegnet, wie sie in der aktuellen Folge geschildert werden?
Ähnliche Schicksale, ja. Aber die Reihe überzeichnet auch vieles für die Dramatik und die Unterhaltung. Im echten Leben ist vieles weniger spektakulär und zieht sich über längere Zeiträume. Trotzdem fängt die Serie die Essenz unseres Berufs – die Balance zwischen Menschlichkeit und Gesetz – gut ein.
Wie bewahren Sie bei so einer Tätigkeit Menschlichkeit?
Indem ich die Menschen sehe, nicht nur die Schulden. Zuhören und respektvoller Umgang sind entscheidend.
Kann die Serie das öffentliche Verständnis für Gerichtsvollzieher verbessern?
Ich denke schon. Sie zeigt, dass hinter unserem Job Menschen stehen, die einfach Vermittler zwischen Schuldner und Gläubigern sind.