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Techniktrends 2013  "Das wird die Welt verändern"

2012 war das Jahr der Tablet-Computer und der Smartphones. Doch was hat die Unterhaltungselektronik im neuen Jahr für die Kundschaft parat? SWR-Technikexperte Andreas Reinhardt wagt den Blick in die Zukunft, die revolutionäre Drucker verspricht.

Welche Neuigkeiten sind auf den großen Messen 2013 zu erwarten?
Auf der CES in Las Vegas im Januar wird Samsung vermutlich ein flexibles, biegsames Display vorstellen, das Bilder in HD-Qualität darstellen kann und unzerbrechlich sein soll. Was noch fehlt, ist die ergänzende Technik, also das passende, ebenfalls biegsame Smartphone.

Auf dem Mobile World Congress in Barcelona im Februar zeichnet sich eher die Produktpflege bei den mobilen Endgeräten ab. Die meisten Tablets und Smartphones bekommen ein System-Update, einen schnelleren Prozessor und ein besseres Display.

Was bringen CeBIT und IFA?

Andreas Reinhardt

Andreas Reinhardt

Die CeBIT in Hannover im März wird sich dann eher mit den Auswirkungen von sozialen Netzwerken und dem Teilen von Informationen beschäftigen und was das für die Unternehmen bedeutet.

Und auf die Internationale Funkausstellung IFA in Berlin im Spätjahr geblickt: Hier wird es mehr Fernseher mit vierfacher HD-Auflösung, genannt 4K, geben. Die dazu passenden Inhalte sind aber noch Mangelware. Womöglich wird Apple bis dahin offiziell ankündigen, dass es einen Fernseher bauen will.

Ist 2013 etwas Bahnbrechendes zu erwarten?
Ja - die ersten bezahlbaren 3D-Drucker. Das wird für Handwerker und Hobby-Bastler gleichermaßen eine Revolution. Jetzt kann jeder sein Wunschobjekt selbst herstellen. 3D-Drucken heißt, es wird Schicht für Schicht an heißem Plastik übereinander gestapelt. Das verklebt dann und es entsteht ein echtes Objekt.

Teile, die es nicht mehr gibt, können nachgebaut, nachgedruckt werden. Oder es können neue Teile entwickelt werden. Die muss man nicht mehr in einer Fabrik fertigen lassen, sondern kann die Prototypen direkt erstellen, testen und verfeinern. Die Technik ist soweit, dass sich heute schon Schallplatten drucken lassen. Das wird die Welt verändern.

Was von dem, was wir heute kennen, wird vielleicht bald verschwinden?

Richtig verschwinden noch nicht, aber es gibt Auslauftechniken, wie die Spielekonsole. Tablet-Computer sind leistungsfähig, Spiele als Apps preiswert - Spielekonsolen werden also über kurz oder lang verschwinden.

Und nach 20 Jahren wird auch die SMS immer mehr an Bedeutung verlieren. Viele haben ein Smartphone, da ist es egal, ob die Nachricht per Mail oder SMS kommt. Die Whatsapp hat es vorgemacht, die Netzbetreiber machen es nach. "Joyn" heißt der offizielle Nachfolger der SMS und wird 2013 groß beworben. Doch dann haben sich längst andere Wege etabliert.

Autor: Andreas Reinhardt; Online-Redaktion: Peter Mühlfeit

Letzte Änderung am: 28.12.2012, 11.50 Uhr