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Hits und Storys

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Believe

Es gibt Songs, die sind in sehr kurzer Zeit entstanden. "Believe" gehört definitiv nicht dazu. Ganze sechs Jahre hat der Schöpfungsprozess gedauert und es waren nicht weniger als sechs Songschreiber und drei Produzenten daran beteiligt. Das Ergebnis war ein großer Hit für Cher: Nummer 1 in Großbritannien und den USA im Jahre 1998. Da war Cher schon 52 Jahre alt, heute wird sie 70.
Das Lied "Believe" wurde zunächst live im Konzert gesungen, in einer sparsamen Demo Version, an der aber schon 4 Songwriter gearbeitet hatten, lange bevor es eine Studio Version gab.
"Das war 1992" erinnert sich der Cutting Crew Produzent Nick van Eede, "und wir bekamen jeder eine Flasche Whisky als Einstandshonorar."
Doch "Believe" ähnelte noch immer sehr dem Cutting Crew Song "Been In Love Before". So kam das Band in ein Londoner Tonstudio der Firma Metro. Hier sorgten zwei weitere Produzenten für den typischen Synthie Effekt, der "Believe" von den rockigen Balladen für die Cher bekannt war abheben sollte und das Lied in einen Dance Track verwandelte.
Der Durchbruch aber gelang den Londoner Soundtüftler Mark Taylor durch den Einsatz eines Vocoders und einer speziellen Software, wodurch Chers Stimme klang als wäre sie von einem Synthesizer gefiltert worden.

Mark Taylor erzählt: "Es war Chers Idee mit dem Telefon Effekt, den sie auf einer Platte von Roachford gehört hatte. Man limitiert den Sound, nimmt Höhen und Tiefen weg, als ob es aus dem Telefon kommt. Und so haben wir diesen verrückten Sound bekommen.

Dieser Effekt wurde von vielen anderen Produzenten Ende der 90er Jahre aufgegriffen und war zu der Zeit in sehr vielen Popsongs zu hören. Doch in keinem war er so markant wie in "Believe" von Cher. | audio (2:09 min)

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Hold me now

Der Name Johnny Logan ist untrennbar mit seinen Erfolgen beim Eurovision Song Contest verbunden. 1980 gewann er in Den Haag mit dem Lied "What's Another Year". 1987 trat er wieder für sein Heimatland Irland an und gewann mit dem selbst geschriebenen "Hold Me Now". Eine Ballade für seine Frau, von der er im Moment seines Auftrittes in Brüssel schon ein paar Tage getrennt lebte.
Ein weiterer Johnny Logan Song, "Why Me", gewann 1992 im schwedischen Malmö mit der irischen Sängerin Linda Martin.
Irland ist mit sieben Siegen beim Song Contest die erfolgreichste Nation. Drei davon gehen auf das Konto von Johnny Logan als Sänger oder Komponist.
Bei "Hold Me Now" 1987 war er beides.
An jenem Abend des 9. Mai 1987 in Brüssel trat Johnny Logan als 20. von 22 Teilnehmern auf und holte mit 172 Punkten den Sieg vor Deutschland, das mit der Gruppe Wind und dem Song "Laß die Sonne in dein Herz" den zweiten Platz belegte.
Bei der Wiederholung des Siegertitels rief Johnny Logan in Anspielung auf seinen früheren Sieg von 1980 "I still love you Ireland" und schaffte überwältigt von seinen Emotionen die hohen Töne nicht mehr ganz.
Auch fast 30 Jahre nach dem Erfolg mit "Hold Me Now" sind die Erinnerungen daran keineswegs nostalgisch sondern bestimmen auch sein gegenwärtiges Leben, das er ganz in den Dienst seiner Musik stellt, im Hier und Jetzt.

Ich habe sie gelebt, ich habe allerdings einige Nächte durchgefeiert und kann mich nicht mehr an alles erinnern. Aber das ist eine andere Geschichte. Mein Leben ist mein Leben. Es gibt keine Generalprobe, nur die Aufführung. Du lebst nicht in der Vergangenheit, nur heute und morgen. | audio (2:06 min)

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Satellite

Das hatte es seit 1982 nicht mehr gegeben, einen deutschen Sieg beim Eurovision Song Contest. Nach 28 Jahren, am 29. Mai 2010 in Oslo war es wieder soweit. Die bis dahin weithin unbekannte 19-jährige Sängerin Lena Meyer-Landrut aus Hannover schlug die keineswegs schwache internationale Konkurrenz aus dem Felde. Sieben mal 12 Punkte (u.a. aus Dänemark, Estland, Lettland, der Slowakei und Norwegen) bedeuteten am Ende 76 Punkte Vorsprung vor der zweitplatzierten Türkei und den Sieg für Deutschland. Und das mit einem englischsprachigen Song: Satellite.

Der stammte von der US-Textautorin Julie Frost, die auch für Rihanna und Madonna schreibt und von dem Dänen John Gordon, der auch schon Studiomusiker für Madonna war.

"Satellite" wurde unter 300 eingereichten Liedern von einem Team um Stefan Raab ausgewählt, und Lena schaffte es, sich damit bei der Vorentscheidung "Unser Star für Oslo" durchzusetzen. Aber ihre Teilnahme war eigentlich Zufall, erzählt Lena Meyer-Landrut.

O-Ton Lena, ganz spontan zum Casting:
Ich wollte eigentlich Karten für TV Total kaufen, um mich da ins Studio zu setzen, um mal die Show zu sehen. Und dann hab ich im Internet diesen Button gesehen "Unser Star für Oslo" und hab mich spontaner Weise da angemeldet. Bin dann zum Casting gefahren und dann war plötzlich unter den Top 20.

"Satellite" mit Lena kam am 16. März 2010 als Single heraus und setzte sich sofort an die Spitze der deutschen Charts.

Nach ihrem Sieg in Oslo im Mai 2010 stand Lena dann auch auf Platz 1 vieler weiterer europäischer Länder. | audio (2:08 min)

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Waterloo

Nie wurde eine historisch verbürgte Niederlage in einen derartigen Erfolg umgemünzt, wie es die schwedische Popgruppe ABBA 1974 mit ihrem Grand Prix Erfolg "Waterloo" taten.
Napoleon erlebte an jenem Ort in Belgien 1815 seine schlimmste und letzte Niederlage, die zu seiner Abdankung und Verbannung auf die Insel St. Helena führte.
ABBA traten mit "Waterloo" am 6. April 1974 beim ESC, der damals noch Grand Prix hieß, im englischen Brighton für Schweden an.
Der Dirigent für Band und Orchester Sven-Olof Waldoff trat im Napoleon Kostüm auf, die vier ABBA Musiker in buntem Glitzer Outfit, ganz im Stil der 70er Jahre.
Im Songtext erliegt ein Mädchen ihrem romantischen Schwarm wie einst Napoleon in der berühmten Schlacht.
Es war nicht der erste Anlauf von ABBA zur Teilnahme am Grand Prix. Im Vorjahr waren sie mit dem Song "Ring Ring" im nationalen Vorentscheid nur bis Platz 3 gekommen. Doch "Waterloo" wurde 1974 auch zu ihrem internationalen Durchbruch, wie sich Björn und Agnetha von ABBA erinnern.

Agnetha & Björn von ABBA erzählen:
"Hier ist natürlich unser größter Hit und man kann auch sagen, dass alles international mit Waterloo und dem Sieg in Brighton begann."
"Wir glaubten vielleicht nicht, dass "Waterloo" ein Lied für die Eurovision war, vielleicht ein bisschen zu viel Rock."
"Ja, aber das war wahrscheinlich ganz falsch. "Waterloo" ist ein Hit auf der ganzen Welt geworden."
"Ja und ich glaube, dass wir "Waterloo" singen müssen bis wir 70 sind." | audio (2:00 min)

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Penny Lane

Es war schon ein halbes Jahr seit dem letzten Konzert der Beatles im Sommer 1966 im Candle Stick Park von San Francisco vergangen, und ebenso lange hatte es auch keine neue Single oder LP der Fab Four mehr gegeben.

Die hatten sich im Londoner Abbey Road Studio verschanzt und arbeiteten an ihrem Meisterwerk "Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band". Das wußten die Fans aber nicht und machten sich Sorgen, ob es die Beatles als Band überhaupt noch gäbe.

Manager Brian Epstein verlangte zwei Songs für eine Single, die im Februar 1967 erscheinen sollte. So gaben die Beatles "Penny Lane" und "Strawberry Fields Forever", die für das Pepper-Album bestimmt waren, schweren Herzens heraus. Beide Stücke handelten von real existierenden Plätzen in Liverpool, woher alle vier Beatles stammten, sagt Paul Mc Cartney.

O-Ton McCartney:
Penny Lane war eine Straße, die John kannte. Daher verstand er mich sofort, als ich ihm sagte, ich hätte ein Lied namens "Penny Lane". Genauso war es umgekehrt mit "Strawberry Fields", wo ich John immer besucht hatte, als wir Kinder waren. Es war für ihn ein magischer Ort seiner Kindheit, den wir in einen psychedelischen Traum verwandelten und zu jedermanns Ort machten. Generell machten wir kleine, lokale Sachen globaler.

"Penny Lane" mit "Strawberry Fields" als B-Seite war die erste Single der Beatles, die nicht Platz 1 der britischen Charts schaffte. Der Newcomer Engelbert stand mit seinem Hit "Release Me" im Wege.

Dennoch gehört "Penny Lane" für viele Beatles-Fans zu einem der besten Lieder der Band. | audio (1:54 min)

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Human Nature

Die Geschichte zu diesem Song ist wie die mit dem nicht abgegebenen Lottoschein: Die Musiker der Band "Toto" werkelten gerade an ihrem Album Nummer 4, für das sie mehrere Grammys bekommen sollten. Keyboarder Steve Porcaro erinnert sich, dass sie gerade an dem Song "Africa" arbeiteten, als ihm Zeilen für ein Lied einfielen, das er für seine Tochter Heather schrieb, die gerade Probleme in der Schule hatte. "Why, why, tell them it is human nature" war der eingängige Refrain. Doch Porcaros Bandkollegen wollten den Song nicht haben.

Zeitgleich arbeiteten die Toto-Musiker mit Produzent Quincy Jones am Michael Jackson-Album "Thriller". Jones bat um Ideen für neue Songs und bekam eine Demokassette, auf der auch das Fragment von Steve Porcaros "Human Nature" zu hören war. Sofort erkannte er das Potenzial dieses Songs und bat Procaro, das Stück zu Ende zu bringen.

Toto-Sänger Bobby Kimball war nicht wenig erstaunt, als er den von Toto zurückgewiesenen Song auf Michael Jacksons Erfolgsalbum "Thriller" wiederfand.

O-Ton Bobby Kimball:
Steve kam mit "Human Nature" zu mir. Er spielte mir das Lied immer wieder vor, aber ich hatte meine Zweifel, ob das Stück das Zeug zu einem Hit hatte. Umso erstaunter war ich, als ich das Lied auf Michael Jacksons "Thriller" wieder gefunden habe. Und jedes Mal, wenn die Rede drauf kommt, bedankt sich Steve bei mir, dass ich diesen Song nicht aufgenommen habe.

"Human Nature" wurde auch als Single ein Tophit für Michael Jackson und ein warmer Tantiemenregen für Steve Porcaro von Toto. | audio (1:56 min)

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The Girl Is Mine

Es war ein Treffen der Giganten: Der King Of Pop und der erfolgreiche Ex-Beatle.
Michael Jackson und sein Produzent Quincy Jones wollten mit dem Album "Thriller" von Anfang an etwas ganz Besonderes erschaffen, und so waren sie auf der Suche nach prominenten Partnern. Neben Gastmusikern und Songschreibern war da auch an ein Duett gedacht mit einer möglichst bekannten Stimme. Warum nicht gleich einen der größten Stars der Popgeschichte persönlich fragen? Und so griff Micheal Jackson zum Telefon.

Paul McCartney konnte erst gar nicht glauben, wer ihn da anrief:
Er rief mich eines Tages an. Nach dem riesen Erfolg seines Albums “Off The Wall” suchte er nach neuen Ideen. Erst hatte ich ihn gar nicht erkannt. Mit seiner piepsigen Stimme hielt ich ihn für einen Fan. Ich bin es, Michael Jackson, du glaubst mir wohl nicht. Ich fragte ihn, was er wolle. Ich komme rüber nach England, sagte er und möchte ein paar Hits produzieren. Wenn einer so positive rangeht, dann bin ich immer dabei. Michael kam tatsächlich rüber und wir schrieben gemeinsam mehrere Songs, "Say Say Say" und einen für sein Album "Thriller". Mit solchen Talenten zu arbeiten ist was ganz besonderes, weil die natürlich eine gute Platte abliefern wollen. Da machen sie dir die Hälfte der Arbeit gleich mit.

Das Duett "The Girl Is Mine" kam 1982 auf dem Michael Jackson Album "Thriller" heraus und wurde auch eine erfolgreiche Single.
Ein Jahr später sang Jackson mit McCartney auf dessen Album "Pipes Of Peace" das Duett "Say Say Say". Die Freundschaft der beiden Männer hielt bis 1995, als Michael Jackson McCartney die Rechte an den Beatles Songs vor der Nase weg schnappte. | audio (2:12 min)

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Bochum

Das Grönemeyer Album "4630 Bochum" war das Erste für seine neue Plattenfirma EMI, nachdem er von seiner vorigen wegen Unverkäuflichkeit gefeuert worden war. Im Jahre 1984 war Michael Jacksons "Thriller" das erfolgreichste Album weltweit. In Deutschland ging diese Auszeichnung an Grönemeyers "Bochum"-Album, das sowohl den Hit "Männer" als auch den Titelsong enthielt, eine Art Liebeserklärung an die Stadt im Ruhrgebiet, die dort bis heute als inoffizielle Hymne gilt und vor jedem Spiel des VfL gesungen wird.

Herbert Grönemeyer: "In Bochum wurde ich für die Platte auch am meisten geprügelt. Beim ersten Mal, als ich die Platte machte, sagte schon meine Plattenfirma, was soll denn das jetzt? Kauft schon keiner mehr in Bottrop. In Bochum schrieben natürlich speziell die Stadtmagazine alle, was maßt der sich an? Der ist hier nicht geboren, der ist erst mit vier Monaten hier her gekommen, der ist kein Bochumer.

…aber in Bochum aufgewachsen, mitten im Ruhrgebiet, wo Grönemeyer seine Kindheit und Jugend verbrachte.

Herbert Grönemeyer: "Vielmehr hat mich auch geprägt die Mentalität, das Ruhrgebiet, durch die ganze Kultur des Bergbaus, die Menschen einfach, bei den Vätern, wo dann eingefahren sind morgens, mit der Dramatik, zu hoffen, ich muss am Abend wieder heil hochkommen zu meiner Familie. Jeder Tag war wie 'ne Montage in der Wüste und das prägt einfach. Das Leben ist kurz, das kann von gleich auf jetzt vorbei sein, deswegen genieß' es."

Der Song und das Album "Bochum" markieren die Wende des Sängers Herbert Grönemeyer, der zuvor bürgerlich-intellektuelle Themen bediente zum Ruhrpott Kumpel mit Geschichten aus dem Leben für jedermann. | audio (1:45 min)

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I can't explain

Auch so große Band-Karrieren wie die der britischen Who fangen mal mit dem ersten Hit an. "I can't explain" war die erste Single, die The Who unter diesem Namen einspielten. Der Song von Gitarrist Pete Townshend handelte von einem Teenager, der die Gefühle, die er für sein Mädchen hegte nicht in Worte zu fassen vermochte. "Das ist eben Rock'n'Roll", merkte Sänger Roger Daltrey an. "Du willst etwas mitteilen und weißt nicht wie. Und während du dir noch am Hintern kratzt, ist die Gelegenheit verpasst. Ich war sehr stolz auf diese Single. Sie zeigte, wer wir waren mit all der Energie und dem Testosteron jener Jahre".
Der Produzent war der Amerikaner Shal Talmy, der schon mit den Kinks deren Hit "You realy got me" aufgenommen hatte. Weil die Gitarre das dominierende Instrument bei "I can't explain" ist, bestellte er den jungen Session Gitarristen Jimmy Page ein, der Jahre später mit Led Zeppelin Rockgeschichte schrieb. Er sollte Lead Gitarre spielen, wenn Pete Townshend es nicht schaffte.

Jimmy Page erinnert sich: "Ich kam da also hin mit meiner Gitarre und meinem Verstärker und wir machten uns zum Spielen bereit. Ich sollte so eine Art Begleitung sein. Pete Townshend machte seine Sache gut und er donnerte auf seiner Zwölfsaitigen los. Ich war nicht die Hauptperson. Am wichtigsten war es, bei einer solchen Session dabei sein zu dürfen. Die Energie, die da frei wurde, war phänomenal. Ihn hat es nicht so beeindruckt. Für Pete war das völlig normal.

"I can't explain" wurde der erste Top Ten Hit für The Who in England und der Beginn der Karriere einer der wichtigsten britischen Bands überhaupt. | audio (1:56 min)

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Better Be Good To Me

Das Tina Turner Album "Private Dancer" von 1984 steht wie kaum ein anderes in der Popgeschichte für ein gelungenes Comeback.
Es ist die Summe vieler Faktoren, die dieses Album so erfolgreich machten.Da ist zunächst die Ausnahmesängerin selbst, mit ihrer einzigartigen Stimme und ihrem Charisma. Es sind aber auch die Songs von so unterschiedlichen Schreibern wie Lennon/McCartney, David Bowie oder Mark Knopfler, der den Titelsong "Private Dancer" beisteuerte.

Tina Turner und ihr Team waren in den besten Studios der Welt unterwegs und hielten auch immer Ausschau, was da für sie abfallen könnte. So trafen sie in einem Nachbarstudio auf Mike Chapman, den australischen Songschreiber und Produzenten, der mit seinem Partner Nicky Chinn Hits von der Stange für Suzi Quatro, Smokie, Sweet und Hot Chocolate geschrieben hatte. Der saß gerade mit der Sängerin und Keyboarderin Holy Knight zusammen und arbeitete an einem Song für ihre Band Spider. Der hieß "Better Be Good To Me" und stammte aus der Feder von beiden, wie sich Mike Chapman erinnert.

Mike Chapman: Ende der 70er hatte ich eine Band namens "Spider" unter Vertrag. Mit der Keyboarderin Holy Knight schrieb ich schrieb ich das Lied "Better Be Good To Me". Ich nahm das Stück mit Spider auf und 5 Minuten späer stand Tina Turner im Studio. Die nahm gerade ihr "Private Dancer"-Album auf. Roger Davis, ihr Manager, rief mich dann an und wollte "Better Be Good To Me" für Tina haben - sie liebte den Song. Ich war wie elektrisiert als ich deren Aufnahme hörte. Sie hatte jede Kleinigkeit von meiner Aufnahme in Spider kopiert. Eigentlich war ich der Produzent von ihrem Song.

"Better Be Good To Me" war für Tina Turner eine Abrechnung mit ihrem gewalttätigen Ex-Mann Ike und wurde in ihrer Version 1985 mit einem Grammy ausgezeichnet für die beste weibliche Gesangsdarbietung eines Rocksongs. | audio (2:13 min)

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Goldfinger

"Wir waren gerade auf Tour in England", erinnert sich Sängerin Shirley Bassey, "als unser Orchester Leiter John Barry zu mir kam und sagte, er habe einen Song für den nächsten Bond Film geschrieben mit dem Titel 'Goldfinger', und er möchte dass ich ihn singe. Er wusste, dass ich niemals einen Song annahm, ohne den Text zu kennen. Als er mir die Melodie vorspielte bekam ich Gänsehaut und akzeptierte, egal wie der Text sein würde, aber der war dann auch in Ordnung."

Als John Barry die ersten drei Töne von "Goldfinger" seinem Freund, dem Schauspieler Michael Caine vorspielte, sagte der: "Kenn ich, das ist Moonriver". Daraufhin verpackte Barry den Anfang des Songs in ein Bläser Arrangement, um die Ähnlichkeit zu verbergen.

Bei der Studioaufnahme mit Shirley Bassey war der 17-jährige Sessiongitarrist Jimmy Page dabei, der ein paar Jahre später mit Led Zeppelin weltberühmt wurde. Der war voller Ehrfurcht für Shirley Bassey: "... und dann bekommst du mit, das ist Musik für einen Bond-Film von John Barry und plötzlich siehst du Shirley Bassey im Kontrollraum auf der anderen Seite der Glasscheibe im Studio. Sie kommt rein und singt. Am tollsten war aber, dass ich wirklich dabei war und sie sehen konnte. Sie schaffte die Aufnahme im ersten Take und verausgabte sich derart beim Halten des letzten Tones das sie in Ohnmacht viel. Das war was für eine 17-jährigen Burschen wie mich."

Im September 1964 hatte der Bond Film "Goldfinger" Premiere, und schon im Mai 1965 gab es eine goldene Schallplatte für den Titelsong, der sich allein bis dahin über eine Million Mal verkaufte. | audio (1:53 min)

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Born in the USA

Dieses Lied vom gleichnamigen Bruce Springsteen Album von 1984 gehört zu den am meisten missverstandenen und fehlinterpretierten Liedern der Rockgeschichte. Die Klage darüber, wie die US Soldaten aus dem verlorenen Vietnamkrieg vom eigenen Staat behandelt wurden, wandelte sich in den Augen und Ohren vieler als patriotisches Bekenntnis zum "American Way Of Life". Diesem Irrtum war sogar der damalige US Präsident Ronald Reagan aufgesessen, der in einer Wahlkampfrede in New Jersey, dem Heimatstaat von Springsteen, wörtlich sagte "Amerikas Zukunft ist aufgehoben in tausenden Träumen in euren Herzen, in der hoffnungsvollen Botschaft der Songs eines Mannes, den so viele junge Amerikaner bewundern, New Jerseys Bruce Springsteen. Und meine Aufgabe ist es, diese Träume zu verwirklichen."

Zum Missverständnis beigetragen hat wohl auch das Album Cover von "Born In The USA", auf dem Springsteen in Arbeitskleidung vor einer US Flagge steht. "Er uriniert auf die Flagge", wollten findige Geister erkannt haben. "Das stimmt nicht", konterte Springsteen, aber ich wollte lieber meinen Hintern vor der Flagge sehen als mein Gesicht. Eine andere Botschaft habe das Cover nicht.

Zum missverstandenen "Born In The USA" sagte der Boss, die Republikaner wie Reagan neigen dazu, alles zu vereinnahmen, was ihnen typisch amerikanisch erscheint. Und wenn du auf der anderen Seite stehst, bist du automatisch unpatriotisch. Ich mache amerikanische Musik und singe über den Ort wo ich lebe und wo ich aufgewachsen bin. Ich singe darüber, wofür und wogegen ich kämpfe. Den Blues des Lebens und die Einzelheiten findet ihr in den Strophen meiner Lieder und in den Refrains die Hoffnung und den positiven Geist. So wie ich es in den Gospel Songs in den Kirchen gehört habe. | audio (2:13 min)

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Last Christmas

"Last Christmas" war ursprünglich von George Michael gar nicht als Weihnachtslied geplant worden, sondern sollte eigentlich "Last Easter" heißen und zu Ostern 1985 veröffentlicht werden.
Die Plattenfirma aber wollte für Weihnachten 1984 noch einen Superhit haben, der sich mit "Do they know it’s Christmas" von Band Aid und oder "The Power of Love" von Frankie Goes To Hollywood messen konnte.

Möglicherweise ist es jene Unbekümmertheit, die dem Lied seine Beständigkeit verlieh. Ganz sicher aber ist es auch jene Textzeile, die eine gescheiterte Liebesbeziehung aus dem Vorjahr beschreibt. "Last Christmas I gave you my heart, but the very next day you gave it away", schmachtet George Michael im Refrain. Die Raffinesse hinter diesen Allerweltsreimen funktioniert auch noch nach mehr als 30 Jahren an Weihnachten in den Radioprogrammen dieser Welt.
Alleine durch die Suggestion, dass ihn, den Sänger, das Schicksal des Herzensbruchs im letzten Winter widerfahren sei, sorgt für Zeitlosigkeit, weil es weder das Jahr 1984 noch 2015 benennt - es geht immer um das Vorjahr. Ob die skizzierte Unbarmherzigkeit der verflossenen Liebe zu Ostern oder zu Weihnachten stattfindet, ist dabei eigentlich egal. Schmerzen und deren Erlösungswünsche lassen sich zu allen christlichen Festen wunderbar verwerten.
Mit bis zu 500 Radioeinsätzen täglich sorgt "Last Christmas" zwischen Mitte November und Heiligabend alleine in Deutschland für immer wiederkehrende Top-Fünf-Platzierungen in den Airplay-Charts und klingelnde Kasse im Hause George Michael nach jedem Jahreswechsel.
Es ist die meistverkaufte Single in England, die nicht Nummer 1 wurde und die bis heute nicht in den US Hot 100 notiert war.
In Deutschland ist es eine der meistgespielten Radionummern, vor allem zur Weihnachtszeit, und ist dadurch zum meist geliebten und meist gehassten Weihnachtslied geworden. | audio (2:20 min)

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Money For Nothing

Am 1. August 1987 nahm der Musikfernsehsender MTV Europe seinen Betrieb auf. Der erste Video Clip, der gesendet wurde, war "Money For Nothing" von den Dire Straits.
Das Lied war da schon zwei Jahre alt und stammte von dem überaus erfolgreichen Album "Brothers In Arms". In den USA gab es MTV schon seit 1981, und ohne ein Video zur Single, die die Charts stürmen sollte, lief da gar nichts. Die Dire Straits waren mit ihren Videos qualitativ ganz vorne mit dabei, und das galt auch für "Money For Nothing".
Computer animierte Möbelträger schleppen Kühlschränke, Fernsehgeräte und andere schwere Möbelstücke durch die Gegend und schauen verächtlich auf die Band, die da im Fernsehen zugange ist. "Die kriegen ihr Geld doch für nichts und die Mädchen noch gratis dazu", ist der Kernsatz ihrer Sichtweise. Die Band sind natürlich Mark Knopfler und die Dire Straits, die da munter ihr "Money For Nothing" präsentieren, lachend, scherzend, ja spielerisch, und ein leicht bekleidetes Mädchen grinst frivol in die Kamera.
In einem Interview bestätigte Mark Knopfler, dass er tatsächlich Zeuge der beschriebenen Situation gewesen sei. Er habe sich in einem New Yorker Geschäft für Haushaltsgeräte umgesehen, als gerade eine frische Lieferung mit Kühlschränken und Mikrowellen Herden ankam. Ein Fernseher lief, und eine Rockband war zu sehen. Einer der Arbeiter gebrauchte genau die Worte, die man wenig später weltweit im Text zu "Money For Nothing" hören konnte. Mark Knopfler hatte sich extra einen Stift geborgt, um mitschreiben zu können.
So ist "Money For Nothing" im wahrsten Sinne eine Geschichte, die das Leben schrieb. Mark Knopfler brauchte nur noch zuzuhören und die Worte notieren.
Die Einleitung "I want my MTV" wird von Sting gesungen, der auch als Co-Autor des Songs genannt wird.
"Money For Nothing" bekam 1986 den Grammy für die beste Rock Performance und noch einen Grammy für das beste Video des Jahres. Die Single ist bis heute die kommerziell erfolgreichste der Dire Straits. | audio (2:34 min)

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In The Air Tonight

Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis Genesis Schlagzeuger Phil Collins, der nach dem Ausstieg von Sänger Peter Gabriel dessen Rolle übernommen hatte, auch seine Solo Ambitionen realisieren würde.
Dieser Moment war im Jahre 1981 gekommen. Unter dem Eindruck seiner Scheidung von Ehefrau Andrea entstand das Lied "In the Air tonight", das auch die erste Single vom Debüt Album "Face Value" wurde.
Musikalisch passiert da eigentlich nicht viel, befanden Musikkritiker. Der Song lebt vom Einsatz des Schlagzeuges mit teilweise überraschenden Wendungen. Phil Collins hatte lange daran getüftelt und das Lied angeblich auch Genesis Keyboarder Tony Banks vorgespielt. Nur der will sich daran nicht erinnern.
Phil Collins: "Bekanntlich behauptet Tony Banks, ich hätte ihm "In the Air tonight" nicht vorgespielt, habe ich aber."
Tony Banks: "Er hat mir "In the Air tonight" nicht vorgespielt, egal was erzählt wird."
Phil Collins: "Ich weiß nicht mehr wann ich ihm "In the Air tonight" vorgespielt habe, aber ich war sehr stolz darauf. Warum hätte ich es nicht vorspielen sollen? Zu dem Zeitpunkt hatte ich noch keine Platte aufgenommen. Ich wusste nicht, ob das gut oder schlecht war."
Natürlich war die Single gut, und das wusste Phil Collins auch, der von nun an zweigleisig fuhr. Seine Stimme war in den 80er Jahren omnipräsent zum einen auf seinen Solo Stücken und zum anderen bei den Songs von Genesis, die zeitgleich große Erfolge feierten.
Heute erscheint die Jubiläumsausgabe von "Face Value" als Auftakt einer Serie mit allen Phil Collins Alben, und morgen  wird Phil Collins 65 Jahre alt. | audio (2:04 min)

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Major Tom

Major Tom ist eine Erfindung von David Bowie und wurde mit dem Song "Space Oddity" zu einem Welthit.
Diese Figur nutzte der Stuttgarter Musiker, Sänger und Songschreiber Peter Schilling  Anfang der 80er Jahre für eine eigene deutsche Version. In nur 15 Minuten waren Text und Melodie entworfen, erinnert sich Peter Schilling. Der Rest passierte im heimischen Wohnzimmer und auf einer Autofahrt von Stuttgart nach Hamburg gemeinsam mit Gitarrist Armin Sabol.
Peter Schilling: "Das Playback haben wir zuhause bei mir produziert in der Hornbergstraße 95 in Stuttgart-Ost. In einem kleinen Ein-Zimmer-Apartment haben wir das ganze produziert und der Text entstand tatsächlich auf der Strecke zwischen dem Autobahnkreuz Weinsberg, da war die Grundidee "völlig losgelöst" und als ich in Hamburg ankam wars fertig."
Peter Schillings Major Tom platzte 1982 genau zur rechten Zeit in die aufblühende Neue Deutsche Welle mit ihren frechen Texten, technischen Spielereien und flippigen Typen. Der Erfolg kam für Peter Schilling buchstäblich über Nacht.
Peter Schilling: "Es war dieses Unverbrauchte, dieses fast Jungfräuliche, wie man zum Erfolg kommt, sich an den Erfolg zu gewöhnen, dieses völlig neue Leben, das da auf mich zukam, das war schon sehr aufregend."
Nach den Nummer 1 Erfolgen im deutschsprachigen Raum schaffte die englische Version "Major Tom (Coming Home)" in den USA die Top 20 und wurde in Kanada für 2 Monate die Nummer 1.
Mit dem Erfolg stieg der Druck. Die Plattenfirma erwartete noch mehr Hits in dieser Größenordnung. Peter Schilling gelangen weitere Erfolge doch nie wieder ein so großer Wurf wie "Major Tom". Der ist bis heute sein Markenzeichen von und mit dem er gut leben kann. | audio (2:11 min)

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Land of Confusion

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You're So Vain

Abgesehen davon, dass dieses Lied einfach ein großartiges Stück Popmusik ist, eingeleitet von Klaus Voormans genialem Bass-Spiel und getragen von Carly Simons hinreißendem Gesang, stand über allem doch bis heute die Frage, über wen singt Carly Simon eigentlich?
"You're so vain" - du bist so eingebildet, wahrscheinlich denkst du, das ganze Lied handelt von dir? Es war naheliegend, dass man hier Ex-Partner von Carly Simon vermutete - Mick Jagger etwa - doch der singt im Hintergrund mit. Würde er das tun, wenn er wüßte, dass es im Text um oder gegen ihn geht? Weitere Namen wurden gehandelt wie Cat Stevens, Warren Beatty oder Kris Kristofferson.
Die Sängerin selbst war verwundert über den Stellenwert dieser Frage.
Carly Simon: "Sicher gab es ein Vorbild. Aber ich kann nicht enthüllen, wer das ist. Ich hätte nie gedacht, dass es so interessant sein könnte, von wem der Song handelt. Ich habe entschieden, es nicht zu enthüllen. Das Rätsel raten kann weiter gehen."
Im vorigen Jahr hat die mittlerweile 70-Jährige Carly Simon in einem Interview mit dem "People"-Magazin das Rätsel gelöst: Besungen wird Filmschauspieler und Ex-Freund Warren Beatty. Schon in früheren Interviews hatte Simon gesagt, Beatty habe sie angerufen und "sich für den Song bedankt". Er denke, "das ganze Ding geht um ihn", sagte Simon nun. Der Satz "You're so vain" richte sich tatsächlich an ihn, aber: Das Lied sei auch noch zwei weiteren Männern gewidmet. Wer diese sind, wollte sie nicht verraten. | audio (2:04 min)

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Too Much Love Will Kill You

"Too Much Love Will Kill You" wurde von Brian May für das Queen-Album "The Miracle" geschrieben, das 1989 veröffentlicht wurde, aber ohne diesen Song. Den brachte dann Brian May als sein Solostück zunächst live auf dem "Freddie Mercury Tribute"-Konzert im Londoner Wembley Stadion 1992, ein Jahr nach Freddies Tod. Viele glaubten, das wäre ein Lied über Freddie und die Art, wie er gestorben war. Doch das stimmte nicht, erklärte mir Brian May. Es handle ganz allgemein von der Liebe und dem Schmerz bei der Trennung von einem Partner.
Brian May: "Too Much Love Will Kill You" handelt nicht von Freddy oder einem ähnlichen Thema. Es geht um Beziehungen und darum, dass wenn man zwei Partner auf einmal liebt, dies eine sehr destruktive Wirkung haben kann und dass bei einer Trennung immer ein Teil von dir selber stirbt. Der Song kann natürlich von verschiedenen Menschen unterschiedlich interpretiert werden - dabei sollte man es auch belassen. Sollen sie doch wie Babies aufwachsen und ihr eigenes Leben führen."
Brian May stand in dieser Zeit selbst zwischen seiner Geliebten und seiner Ehefrau, für die er sich letztendlich entschied.
"Too Much Love Will Kill You" kam dann doch noch als Queen-Song heraus auf dem Album "Made In Heaven" 1995 mit dem Gesang von Freddie Mercury. Obwohl Brian Mays Solo-Version als Single 1992 erfolgreicher war, gilt die Queen-Version als die auf Dauer höher bewertete, durch Auszeichnungen wie dem "Ivor Novello Award", der Verwendung in Filmen und auf einem Greatest Hits-Album von Queen. | audio (2:14 min)

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Sweet Home Alabama

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Zum Tod von Glenn Frey von den Eagles

Glenn Frey von den Eagles ist am 18. Januar 2016 gestorben. 67 Jahre ist er geworden, in New York ist er gestorben, er hat ziemlich viele Krankheiten gehabt und ist dann an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben.
Welche Rolle hat Glenn Frey denn gespielt bei den Eagles?
Er ist das Gründungsmitglied gemeinsam mit Don Henley. Die beiden können im übertragenen Sinne auch die Lennon/McCartneys bei den Eagles gewesen sein. Beide haben die größten Songs geschrieben, allerdings der erste große "Take it easy", den schrieb vor allen Dingen dieser Glenn Frey und er war unbestritten der große Vorsitzende im Eagles-Verband und Don Henley sein Stellvertreter. Daran hat Frey niemals irgendwelche Zweifel gelassen. Die haben sich richtig durch ihre Talente nach oben gearbeitet und wie das immer so ist, wenn man irgendwann der Größte ist, dann wird entschieden, wer ist eigentlich der Allergrößte? Und daran ist schließlich diese Band auch zerbrochen. Es kam zu Handgreiflichkeiten auf der Bühne und diejenigen, die diesen wunderschönen, harmonischen Sound mit "New Kid in Town", "Hotel California" oder "Take it easy" – ist ja ein richtiger Spruch geworden – produziert haben, prügelten sich sogar auf der Bühne, dass also Don Henley hinter dem Rücken von Glenn Frey dessen Westerngitarre zerschlug. Und daraufhin erklärte Glenn Frey 1981: "Das wars! Das Monster hat uns gefressen, wir haben es geschaffen und wir spielen erst wieder zusammen, wenn die Hölle gefriert." Tatsächlich sollte das auch bis 1994 dauern.
Haben sie sich auch die Frauen gegenseitig abspenstig gemacht?
Das ist da alles passiert, wenn man also mit freiem Oberkörper oder in Badesachen unterwegs ist, auf den Wogen des Pazifik und dann abends irgendwo unterkriecht in Herbergen, dann bleibt auch sowas nicht aus und das führt dann nicht selten auch zu einem blauen Auge, das ist ganz klar. Letztlich hat die Männerfreundschaft das aber immer überstanden, das war eine Hassliebe zwischen ihnen allen, wir werden heute ganz viele Betroffenheitsbekundungen von den anderen Eagles-Mitgliedern hören und die sind ganz sicher auch ehrlich gemeint. Da ist wieder ein ganz Großer von uns gegangen und das Jahr fängt wirklich schlimm an und "Till Hell Freezes Over" - bis die Hölle gefriert, der Ausspruch von Glenn Frey, der steht auch über dem Album von 1994, auf dem dann auch die Live-Version des "Hotel Californias" ist, so wie es nur die Eagles bringen können. | audio (2:21 min)

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Schlagzeuger

Pete York

Fr, 24.6.2016 | 10:00 Uhr | Leute | SWR1 Baden-Württemberg

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