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Die Homöopathie polarisiert: Kaum eine therapeutische Maßnahme wird wohl so kontrovers diskutiert.

Auf der einen Seite begeisterte Patienten mit ihren homöopathischen Ärzten, die darin eine sanfte Therapiemethode sehen - auf der anderen Seite Experten und Institutionen, die der Homöopathie jegliche Wirksamkeit über den Placebo-Effektes hinaus absprechen und sie aus dem Angebot der Krankenkassen streichen wollen.

Die Macht der Kügelchen

Homöopathische Globuli sind kleine Zuckerkügelchen, die mit einem Hauch von Arzneistoff benetzt werden. Dieser Wirkstoff wird bei der Herstellung potenziert, wie es die Homöopathen nennen. Allerdings, so monieren die Kritiker, ist der homöopathisch verdünnte Wirkstoff oft in so geringer Dosis enthalten, dass er im Labor nicht mehr richtig nachweisbar ist.

Dennoch sind viele Menschen von der Heilkraft überzeugt. Laut Umfragen ist Homöopathie die beliebteste Alternativmedizin in Deutschland. Krankenkassen können aufgrund der Gesetzgebung diese Therapien mit alternativen Heilmethoden und Arzneien fördern und finanzieren - noch.

Emotionale Debatte um die Zukunft der Homöopathie

Umstritten ist die Homöopathie schon seit Samuel Hahnemann diese Therapieform vor rund 200 Jahren begründet hat. Derzeit erlebt man aber eine Zuspitzung der Auseinandersetzung.

Im Juli 2019 wurde publik, dass in Frankreich bis 2021 die Zuzahlung der Krankenkassen für homöopathischer Arzneimittel gestrichen wird. Diese Entscheidung sorgt auch in Deutschland wieder für eine intensive Debatte um die grundsätzliche Wirksamkeit und ein mögliches Verbot der Kostenerstattung von homöopathischen Arzneimitteln.

2.2.2020
Hinweis: Das Abstimmungsergebnis dieses Votings "Was halten Sie von Homöopathie?" mussten wir aufgrund von Auffälligkeiten bzw. technischen Unregelmäßigkeiten entfernen. Wir prüfen diese Unregelmäßigkeiten.
SWR.de Homepage-Redaktion

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